Wenn einer geht. Nachruf des VS für Uve Schmidt

Der Schriftsteller Uve Schmidt ist am 20. Mai 2021 im Alter von 81 Jahren gestorben. Er war ein begnadeter Polemiker und vielseitiger Lyriker. 1939 in Wittenberg geboren, floh Schmidt fünfzehnjährig in den Westen und begann seinen unbeirrten Weg in die Kunst an der Berliner Hochschule für Bildende Künste. Von 1959 bis 1963 war er Hospitant bei Victor Otto Stomps in Stierstadt; in der legendären Eremitenpresse erschienen seine ersten literarischen Texte.

Schmidt schrieb Kurzgeschichten und „Erotika“, wie die erotische Literatur so schön genannt wird, und bewies damit einmal mehr, dass Hochliteratur und Genre nicht fern voneinander liegen müssen.   Mit „Ende einer Ehe“ und „Danach, Kinder einer Ehe“ erschienen in den siebziger Jahren seine vielbeachteten autobiographischen Bücher in Jörg Schröders MÄRZ Verlag.

1982 gründete er mit Claudia Gehrke ›Mein heimliches Auge. Das Jahrbuch der Erotik‹. Seit 2004 erschienen seine polemischen Zeitgeistkolumnen im Frankfurter Internetjournal www.glanzundelend.de.

Wohin Uve Schmidt sich mit seinem Schreiben auch wandte, bewies er einen differenzierten Blick auf das Soziale und offenbarte oft schonungslos Feinheiten des großen Mosaiks Gesellschaft.

Wir danken Uve Schmidt für langjährige Solidarität. Seine Stimme wird vermisst werden. Unsere Gedanken sind bei seinen Angehörigen.

Lena Falkenhagen (Bundesvorsitzende VS) und Harry Oberländer (Landesvorsitzender VS Hessen)

 

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