KSK: Zuverdienstgrenze bleibt auch 2022 erhöht

Die Künstlersozialkasse meldet: Die Zuverdienstgrenze aus selbständiger Nebentätigkeit bleibt 2022 erhöht. Auch im laufenden Jahr dürfen Künstlerinnen und Künstler bis zu 1.300 Euro im Monat aus nicht künstlerischer oder nicht publizistischer selbständiger Tätigkeit nebenbei dazuverdienen, ohne den Versicherungsschutz zu verlieren. Die Regelung zur Vermeidung pandemiebedingter Härten wird somit vorerst fortgeführt.

Die Künstlersozialkasse meldete am 24. November 2021: „Unsere Versicherten werden auch im kommenden Jahr ihren Kranken- und Pflegeversicherungsschutz nicht verlieren, wenn sie mehr als 450 Euro/Monat (5.400 Euro/Jahr) aus nicht künstlerischer/ nicht publizistischer selbständiger Tätigkeit verdienen.
Die bis zum 31. Dezember 2021 geltende Sonderregelung wurde bis zum 31. Dezember 2022 verlängert, so dass ein Zuverdienst neben der selbständigen künstlerischen/publizistischen Tätigkeit von bis zu 1.300 Euro im Monat (15.600 Euro im Jahr) bis Ende 2022 möglich ist.
Der Versicherungsschutz nach dem KSVG endet innerhalb des Befristungszeitraumes bis 31. Dezember 2022 erst dann, wenn die selbständige nicht künstlerische/ nicht publizistische Tätigkeit in einem Umfang ausgeübt wird, der die Zuverdienstgrenze von 1.300 Euro im Monat übersteigt.
Das heißt: Wer eine nicht künstlerische/ nicht publizistische Nebentätigkeit aufgenommen hat oder aufnimmt und daraus ein Arbeitseinkommen von maximal 1.300 Euro monatlich erzielt, bleibt weiterhin über die KSK kranken- und pflegeversichert. Die KSK ist aber dennoch über die Aufnahme einer entsprechenden Nebentätigkeit zu informieren.
Eine weitere Voraussetzung für den Versicherungsschutz sei, dass das Jahresarbeitseinkommen aus selbständiger künstlerischer/ publizistischer Tätigkeit über 3.900 Euro liegen muss.

Die Gesetzesanpassungen wurden am 23. November 2021 im Bundesgesetzblatt verkündet und traten am 24. November 2021 in Kraft.“

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