In Leipzig wird ein „Haus der Selbstständigen“ eröffnet

In Leipzig hat Anfang September das „Haus der Selbstständigen“ seine Arbeit aufgenommen. In den nächsten zwei Jahren soll dort unter anderem ein berufsübergreifendes Vernetzungs- und Weiterbildungsangebot für Solo-Selbstständige und Plattformbeschäftigte entstehen. Ziel ist es, Solo-Selbstständige und ihre Belange stärker in die öffentliche und politische Wahrnehmung zu rücken, ihre Vergütungssituation und Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Das Projekt der INPUT Consulting GmbH wird von ver.di, der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Universität Kassel umgesetzt und im Rahmen des Förderprogramms „Zukunftszentren“ des Europäischen Sozialfonds (ESF) sowie vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) unterstützt. Leiterin des siebenköpfigen Projektteams aus Wissenschaftlerinnen, einer ver.di-Gewerkschaftssekretärin und einer Projektmanagerin ist Gerlinde Vogl.

„Gerade durch die Corona-Krise sind zahlreiche Solo-Selbstständige in eine tiefe berufliche und existenzielle Krise geraten und würden von starken Interessenvertretungen profitieren“, sagte Vogl zum Startschuss des Projekts, in dessen Rahmen auch Beratungsmöglichkeiten zur Bildung von Interessengemeinschaften entstehen sollen.

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KSK: Befristet bald mehr Zuverdienst möglich

Eine von ver.di lange geforderte Ausnahmeregelung bei den Verdienstgrenzen für Zweitjobs soll jetzt befristet für in der Künstlersozialkasse (KSK) Versicherte eingeführt werden. Laut „Spiegel Online“ plant Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, die Verdienstgrenze für zusätzliche nicht-künstlerische selbstständige Tätigkeiten bis zum Jahresende 2022 von 450 Euro auf 1.300 Euro im Monat anzuheben. Das hieße: Bis zu diesem erhöhten Zuverdienst-Betrag soll der Kranken- und Pflegeversicherungsschutz über die KSK bestehen bleiben.
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Danke Martha! – Wechsel im ver.di-Team Kunst & Kultur

Im ver.di-Bereich Kunst & Kultur wurde eine zusätzliche Stelle geschaffen, die zum 1. November 2020 besetzt wird. Bereichsleiter Valentin Döring freut sich, dass mit Lisa Basten die bestmögliche Besetzung gewonnen werden konnte. Ein herzlicher Dank geht gleichzeitig an Martha Richards, die in den letzten Jahren die ver.di-Kunstfachgruppen Musik und Bildende Kunst als Gewerkschaftssekretärin betreut hat.
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Koblenz: Demo für faire Beschäftigung an Musikschulen

Am 3. Oktober demonstrieren Musikpädagog*innen, Eltern und Schüler*innen mit den ver.di-Landesfachgruppen Musik Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz-Saarland für faire Beschäftigungsverhältnisse an Musikschulen. Die Aktion "Aus dem Takt geraten? Für faire Beschäftigung an Musikschulen" findet vor der Rhein-Mosel-Halle in Koblenz statt, wo zeitgleich die Bundesversammlung des Musikschulverbandes VdM tagt.
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Musikalischer Protest landesweit in NRW   

Mit aufsehenerregenden Aktionen machten Musikschullehrer*innen in NRW am vorletzten August-Samstag auf die miserablen Arbeitsverhältnisse der Honorarkräfte aufmerksam: Kein Lohn bei Krankheit und in den Schulferien, kein Zugang zur Arbeitslosenversicherung, keine Mutterschutzregelung und deutlich zu geringe Honorare. Das sei nicht erst seit der Corona-Krise so und müsse sich grundlegend ändern. Sarah van Dawen-Agreiter, Gewerkschaftssekretärin für Kunst und Kultur, sieht die Kommunen „in der Verantwortung, prekäre Arbeit zurückzudrängen – nicht, sie selbst zu nutzen, um auf dem Rücken der Lehrkräfte zu sparen“.
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