Musikschule Mettmann muss offen bleiben!

Foto: Herbert Schedlbauer

Gegen die Schließung der Musikschule in Mettmann, die von den Fraktionen von CDU und FDP im Stadtrat betreiben wird, demonstrierten vor der Finanzausschusssitzung am 9. März 2021 rund fünfzig betroffene Musikschullehrer*innen zusammen mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, dem Förderverein und Eltern. „Die Musikschule als kultur- und bildungspolitische Errungenschaft muss erhalten bleiben“, so Eltern bei der Aktion vor der Stadthalle.

ver.di und der DGB in Mettmann hatten sich bereits zuvor gegen die Einsparpläne bei Musikschule und Bibliothek und gegen kulturellen Kahlschlag ausgesprochen. Die ver.di-Betriebsgruppe wandte sich mit einem Offenen Brief (siehe hier) an Politik und Stadtgesellschaft. Darin wird das positive Zeichen betont, das gesetzt wurde, als nach längeren Auseinandersetzungen 14 Honorarkräfte im Rahmen des TVöD fest und unbefristet angestellt wurden. Nun scheine das vergessen. Nun würden die CDU Kostensenkung auf ein Viertel und die FDP gar die Einstellung des Betriebes verlangen, von dem bisher 1600 Schüler*innen in verschiedenen Musikensembles profitierten.
Laut Presseberichterstattung hat der Druck zumindest vorerst Wirkung gezeigt: Die Anträge, die Musikschule noch in 2021 zu schließen, sind vorerst vom Tisch. Entwarnung kann aber nicht gegeben werden. Die Fraktionen haben auf Vorschlag der SPD vereinbart, Synergieeffekte und Einsparpotenziale an einem Runden Tisch auszuloten und im Herbst neue Vorschläge vorzulegen.

 

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