Lübeck: Gute Bildung braucht mehr Knete

ver.di demonstriert mit Pauken und Trompeten vor der Lübecker Hochschule für eine bessere Musikausbildung. Foto: Rüdiger Jacob

Aktive und Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Fachtages Elementare Musikalische Bildung an der Musikhochschule Lübeck beteiligen sich vor Beginn der Tagung am Morgen des 22. Februar an einer musikalischen ver.di-Aktion »Mit Pauke und Trompete – Gute Bildung braucht mehr Knete«.

Elementare Musikerziehung droht aus Sicht der Gewerkschaft ver.di in Schleswig-Holstein unter die Räder zu kommen. Vor allem im ländlichen Raum zeigen sich erhebliche Lücken. Musiklehrkräfte sollen zahlreiche Standorte abdecken und an unterschiedlichsten Einsatzorten tätig werden. Zugleich sind die verfügbaren Mittel für ihren Einsatz zu gering, die Beschäftigungsbedingungen sind prekär und die Vergütung ist häufig schlecht. Hinzu kommt ein Mangel an Musiklehrkräften in allgemeinbildenden Schulen.
ver.di plädiert deshalb für Maßnahmen, die eine flächendeckende Ausweitung der elementaren Musikerziehung in allen Kitas und Schulen des Landes zum Ziel haben. »Das Land Schleswig-Holstein muss in den Bereich Elementare Musikerziehung und für öffentliche Musikschulen deutlich mehr Mittel investieren,« erklärte Agnes Schreieder von ver.di bei der Aktion. Arbeitsbedingungen für Musiklehrkräfte und Pädagoginnen/Pädagogen müssen deutlich verbessert und aufgewertet werden. Dazu zählen tarifliche Festanstellung, faire und gleichgestellte Bezahlung und kostenfreie musikalische Aus- und Fortbildung.
Eine Verbesserung sei auch nötig, um überhaupt noch ausreichend qualifizierten Nachwuchs für die wichtige Aufgabe der Musikalischen Bildung und Früherziehung zu finden, meinten die Aktiven in Lübeck.

 

 

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