Ehinger Lehrkräfte wieder fest anstellen!

Ob im Einzel- und Gruppenunterricht oder bei der Vorbereitung auf "Jugend musiziert" - Musikschullehrer*innen sind immer gefragt.
Foto: Christian von Polentz

ver.di fordert, die Musikschullehrkräfte in Ehingen nach Jahrzehnten wieder fest anzustellen. Seit 1997 hatte die Stadt nur noch auf ein Schuljahr befristete Honorarverträge ausgegeben. Die Kommune müsse sich deshalb „den Vorwurf gefallen lassen, einen wichtigen Bereich der kulturellen Jugendbildung mit unterbezahlten Scheinselbstständigen zu betreiben“, so Siegfried Heim, zuständiger ver.di-Fachbereichsleiter in Baden-Württemberg.

Die an der Musikschule Ehingen beschäftigten Lehrkräfte hatten ihre Vertragssituation gegenüber der Musikschulleitung seit längerem beanstandet. Seit Herbst vorigen Jahres suchten sie wiederholt auch das Gespräch mit den Parteien im Kommunalrat und dem Oberbürgermeister. Deshalb ist das Thema für die Gemeinderatssitzung Ende Januar zur Beschlussfassung vorgesehen. ver.di verweist in diesem Zusammenhang auf den „Stuttgarter Appell“ des Verbandes deutscher Musikschulen (VdM), in dem gefordert wird, den Anteil angestellter Lehrkräfte kontinuierlich zu erhöhen, um die nötige Qualität der öffentlichen Musikschulen zu gewährleisten.
„Die Stadt Ehingen könnte die meisten ihrer Musikschullehrer fest in tariflich abgesicherten Arbeitsverhältnissen beschäftigten“, so Siegfried Heim, Leiter des Fachbereichs Kunst und Medien von ver.di Baden-Württemberg. Er kritisiert, dass die bislang gezahlten Honorare deutlich zu niedrig sind. Die Bruttohonorare seien aus den Gehältern von Berufsanfängern hergeleitet und berücksichtigten keinerlei Berufserfahrung. Außerdem müssten die Musikschullehrer*innen ihre Kranken- und Rentenversicherung komplett selbst bezahlen.
„Der Gemeinderat der Stadt Ehingen hat nach über 20 Jahren jetzt die Chance, eine Fehlentscheidung zu korrigieren und die Lehrerinnen und Lehrer der städtischen Musikschule wieder fest anzustellen“, so Siegfried Heim.

 

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