Bremen: Mehrzahl der Musiklehrer*innen fest

Die Bremer Musikschule im denkmalgeschützten Schulgebäude Schleswiger Straße 4. Foto: Wikimedia.org

„Nachdem wir 2015 an der Musikschule Bremen eine Sprechergruppe der Honorarkräfte gebildet hatten, haben wir durch unermüdliche Verhandlungen und Aktionen erreicht, dass die meisten Honorarkräfte seit dem 1. Januar 2021 eine Festanstellung nach dem TvL haben. Dabei wurde die Berufserfahrung an der Musikschule bei der Einstufung voll anerkannt“, berichtet Christian Janssen für die Sprechergruppe.

Das bedeutet: Honorarkräfte, die beispielsweise schon 15 Jahre an der Musikschule tätig waren, sind direkt in Stufe 6 eingruppiert worden. Die Unterrichtsstunden wurden nach dem Durchschnitt der letzten Jahre berechnet. Die Eingruppierung geschah nach Qualifikation, also in der Regel in 9b.

„Dieser Erfolg war nur möglich Dank der starken Unterstützung durch ver.di, unseren Personalrat und den Gesamtpersonalrat Bremens, der auf die Einhaltung der ‚Bremer Erklärung zu fairen Beschäftigungsbedingungen‘ bestanden hat“, betont Janssen.

Allerdings bestehe weiterhin das Problem der Altersarmut. Honorarkräfte könnten keine ausreichende Rente ansparen und seien gezwungen, nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiter auf Honorarbasis zu arbeiten. Hier, so erklärt die Sprechergruppe der Musikschule, stehe die Bremer Regierung noch im Wort, die verbleibenden Honorare deutlich anzuheben. Neben nun 55 Festangestellten sind 17 Kolleg*innen nach wie vor als Honorarkräfte tätig und warten auf eine gleichwertige Bezahlung.

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