Neuer Tarif nicht nur für die Girlreihe

Foto: wikimedia.org

Für die 60 Tänzerinnen und Tänzer des weltbekannten Berliner Friedrichstadtpalast-Balletts hat ver.di mit der Geschäftsleitung des Revuetheaters einen neuer Haustarif vereinbart. In der neuen Regelung konnten Gagen- und Zulagensteigrungen in mehren Stufen gesichert werden. Der neue Tarifvertrag gilt bis Sommer 2022 und löst den Vorgängervertrag ab, der 2016 sogar mit Probenstreiks erkämpft worden war.

Damals ging es um den speziellen Bedingungen des Hauses angepasste Tarifregelungen hinsichtlich Arbeitsbedingungen und Vergütung, die nach einem fast zweijährigen Verhandlungsmarathon schließlich festgeschrieben wurden.

Unter Corona-Bedingungen wurde man sich zügiger einig: Der neue ver.di -Tarifabschluss für das Ballett des Friedrichstadtpalastes enthält zunächst eine Erhöhung der Grundgage in drei Schritten. So sind rückwirkend zum 1. Oktober 2020, dann zum 1. August 2021 um und zum 1. August 2022 Steigerungen um jeweils 2 Prozent vereinbart.  Des weiteren wurde eine Erhöhung der Zusatzvergütung um jeweils 2 Prozent vereinbart. Für Beschäftigte, die mehr als drei Jahre am Haus sind, erhöht sich die Zulage dadurch von bisher 5 auf 7 Prozent, über sechs Jahre Beschäftigte erhalten nun 6 und mehr als neun Jahre Beschäftigte 5 Prozent Zulage.

Hinzu kommt eine einmalige Sonderzahlung in Höhe von 538,29 Euro, die im November 2020 ausgezahlt wird. Der neue Haustarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum Ende der Spielzeit 2021/2022.

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