Bundesseminar diesmal mit Hygienekonzept

Mit gebotenem Abstand: die Teilnehmenden am ver.di-Bundesseminar. Foto: Markus Staut

Mitte Oktober fand das ver.di-Bundesseminar Theater und Bühnen in der Pfalzakademie in Lambrecht statt. Dank eines stimmigen und praktikablen Hygienekonzeptes der wie immer sehr gastfreundliche Bildungsstätte konnten  30 Betriebs- und Personalräte aus allen Landesbezirken in die Pfalz reisen. An intensiven Seminartagen wurden Basiswissen für die tägliche Arbeit vermittelt, aktuelle Themen bearbeitet und rege diskutiert.

Wie immer sorgte die Besonderheit dieses Bundesseminares, dass viele Teilnehmer aus derselben Branche ihre spezifischen Problemstellungen diskutieren können, für rege Beteiligung. Der direkte Erfahrungsaustausch trug auch diesmal dazu bei, dass praxisstaugliche Lösungen erarbeitet werden konnten.

Der renommierte Fachanwalt für Arbeitsrecht Michael Felser stand drei Tage für Information und Beratung zur Verfügung. Dank seines umfassenden Fachwissens konnten etwa alle auftretenden Fragen zur aktuellen Kurzarbeit und zur Covid-Situation umfassend beantwortet werden. Ein Update zur Datenschutz-Grundverordnung, zeigte auch deren Aktualität in der Corona-Situation auf.

RA Michael Felser trägt vor. Foto: Markus Staut

Im Verlauf des Seminares lag ein Fokus neuerlich auf der Frage „Mit welchen Instrumenten setze ich die Interessen des BR und PR durch?“

Als Gast stellte Sacha Ritter, der Geschäftsführer der Interessensgemeinschaft der Veranstaltungswirtschaft (IGVW), des Spitzenverbandes der Veranstaltungsbranche, das neue Berufsbildungsgesetz vor und sprach über die aktuellen Berufsstandards.

In der Diskussion wurde resümiert, dass die technischen Theaterberufe – neben den seit einigen Jahren in den Theatern ausgebildeten Veranstaltungstechnikern – oft und traditionell auch viele handwerkliche Berufe abbilden. Es werde aber noch einige Arbeit und Diskussion nötig sein, um die neu definierten Berufsspezifikationen, wie z.B. die der technischen Berufsspezialisten, im Theaterberuf darzustellen und sie praktisch umzusetzen.

Abschließend vermittelte Kulturbetriebs-Beraterin Christina Barandun Basiswissen zur psychischen Gefährdungsbeurteilung an Theatern und Bühnen. Gruppenarbeiten der Teilnehmenden konnten dank des noch sonnigen Wetters in den Außenanlagen der Pfalzakademie stattfinden.

Fachkundige Vortragende und die Aufmerksamkeit und Disziplin aller Teilnehmer*innen sorgten dafür, dass das vom IWG in Düsseldorf organisatorisch vorbereitete und durchgeführte Seminar auch unter den erschwerten Bedingungen im Corona-Jahr 2020 ein Erfolg werden konnte.

 

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