Berliner Ensemble wieder mit Tarif

Schon zu Jahresbeginn in der Tarifrunde des öffentlichen Dienstes dabei: BE-Beschäftigte forderten Tarifbindung.
Foto: Hikmat El-Hammouri

Nach mehr als 27 Jahren wird im Berliner Ensemble die Tariflosigkeit beendet. Im November entschieden die ver.di-Mitglieder sich bei einer Befragung mit 85,1 Prozent für die Annahme des Verhandlungsergebnisses. Danach wird mit Start des Tarifvertrages ab 2020 stufenweise die Entgelttabelle des Tarifvertrages der Länder eingeführt.

Rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres werden zudem als Arbeitgeberzusicherung die Entgelte um mindestens 100 Euro pro Monat erhöht. „Angesichts der Beschlüsse der Berliner Regierungsparteien und des Abgeordnetenhauses zur Tariftreue von Zuwendungsempfängern wird ein Tarifvertrag auch höchste Zeit“, sagt ver.di-Fachsekretär Hikmat El-Hammouri. „Denn die ehemalige Wirkungsstätte von Helene Weigel und Bertolt Brecht wird maßgeblich durch Zuwendungen des Berliner Senates finanziert.“

Seit Ende 2018 verhandelten ver.di und die neue Geschäftsführung um eine Einführung einer tariflichen Regelung auf Basis des TV-L und der Regelungen der Berliner Theaterbetriebszulage.

Diese wird nun mit Start des Tarifvertrages stufenweise eingeführt und nach mehreren Schritten ab Januar 2022 in voller Höhe ausgezahlt. Im BE werden damit zum ersten Mal Erfahrungsstufen angewandt und die Möglichkeit, bei nicht ausreichender Qualifikation über eine hauseigene Prüfung eine höhere Eingruppierung zu erreichen.  „Endlich“, so El-Hammouri „gilt nach über zwei Jahrzehnten ein transparentes Eingruppierungsrecht im Haus nach den Regeln des Flächentarifvertrages TV-L.“

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