ver.di-Tarif sichert Steigerungen am BE

Auch in der Tarifrunde des öffentlichen Dienstes 2019 waren BE-Beschäftigte mit ihrer Forderung nach Tarifbindung dabei.
Foto: Hikmat El-Hammouri

Zum 1. Januar 2021 erhöhen sich am „Berliner Ensemble“ gemäß Haustarifvertrag die Entgelte der Beschäftigten um 3 Prozent sowie um weitere mindestens 50 Euro pro Monat. Das entspricht zusammen einer Steigerung von 4,2 Prozent und mehr. Auch die Theaterbetriebszulage der Beschäftigten erhöht sich entsprechend.

Die Steigerungen basieren auf dem von ver.di mit der Geschäftsführung im Vorjahr ausgehandelten Entgeltttarifvertrag, der eine neue Einkommenstransparenz sichert und die schrittweise Angleichung an das Tarifniveau des TV-L zum Ziel hat.

Nach langen Verhandlungen war im November 2019 eine Einigung erzielt worden, die den zwei Jahrzehnte währenden tariflosen Zustand am BE beendete und rückwirkend zum 1. Januar 2019 die Entgelte um mindestens 100 Euro monatlich erhöhte. ver.di hatte dabei auch auf die Beschlüsse der Berliner Regierungsparteien und des Abgeordnetenhauses zur Tariftreue von Zuwendungsempfängern verwiesen. Denn das Berliner Ensemble, die ehemalige Wirkungsstätte von Helene Weigel und Bertolt Brecht, wird maßgeblich durch Zuwendungen des Berliner Senates finanziert.

Der Haustarifvertrag sichert die Einführung tariflicher Regelungen auf Basis des TV-L und die Zahlung der Berliner Theaterbetriebszulage. Die Zulage steigt stufenweise und wird ab Januar 2022 in voller Höhe ausgezahlt. Im BE werden damit zum ersten Mal Erfahrungsstufen angewandt und die Möglichkeit geschaffen, bei nicht ausreichender Qualifikation über eine hauseigene Prüfung eine höhere Eingruppierung zu erreichen. „Wir sind nun am BE auf einem guten Weg, nicht nur den Anschluss bei den Löhnen und Gehältern zu halten, sondern auch Schritt für Schritt an das Niveau der Landesbühnen aufzuschließen“, so der zuständige ver.di-Sekretär Hikmat El-Hammouri zu den bevorstehenden Entgeltsteigerungen.

 

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