Sabine Kebir

„Hey Ladies, es ist Zeit etwas zu ändern“

Da sie in ihrem künstlerischen Werk „ein einzigartiges Erzählen mit einem universellen Blick“ verbinde, sei Tsitsi Dangarembga aus Zimbabwe „nicht nur eine der wichtigsten Künstlerinnen ihres Landes, sondern eine weithin hörbare Stimme Afrikas in der Gegenwartsliteratur“. So urteilte die Jury, die der Schriftstellerin und Filmemacherin den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2021 zuerkannte. Wer ist Tsitsi Dangarembga und was macht ihr Werk aus?
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Buchtipp: Ich bin doch gar nicht dein Kind

Am 15. April 2021 starb siebenundneunzigjährig Walter Kaufmann – ein erfolgreicher Reporter und Romancier, der in der DDR Weltläufigkeit ausstrahlte. Er war von seinen Adoptiveltern 1939 mit einem Kindertransport nach England verschickt worden, was ihm das Leben rettete. Die sorgfältige Edition der Briefe, die er in den Jahren danach bis zu deren Ermordung von den Eltern erhielt, hat Kaufmann nicht mehr erlebt, obgleich er die Originale über acht Jahrzehnte bewahrte. Sie zeugen von persönlicher Nähe und familiären Bindungen, sind aber auch beeindruckende zeitgeschichtliche Dokumente.
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Autor und kulturpolitischer Aktivist: Erasmus Schöfer ist 90

Da wird einer 90 und kürzlich ist ein Band mit seinen Gedichten erschienen: „Sisyfos Lust. Lauter ewige Lieben“. Erasmus Schöfer, mit seiner Romantetralogie ein meisterlicher Chronist der 68er-Generation, öffnet auch mit Liebeslyrik einen Tresor an menschlicher Erfahrung und humanistischer Gesinnung. Den Mann und Autor, seit 1970 Mitglied des Verbandes Deutscher Schriftsteller, zu seinem runden Geburtstag angemessen zu würdigen, wäre eine Sisyphus-Aufgabe. Die Redaktion bat und dankt Sabine Kebir für ihren Versuch.
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Graffiti in Berlin: Rückkehr der Affen  

Trister Coronaspaziergang in Moabit. Siemensstraße. Endlos-triste Fassade des Hamberger Lebensmittel-Großmarkts. Dahinter das winterlich-triste Gelände des Zentrums für Kunst und Urbanistik. Und plötzlich die Überraschung: Auf der dem Zentrum zugewandten Rückseite des Großmarkts erglühen in mächtiger Farbmagie außergewöhnliche Graffiti: Primateninvasion in Berlin, Return of the Apes.
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Mich wollten beide Deutschländer nicht mehr…

Am 11. April 1930 in Kassel geboren, war Jost Hermand nach dem 2. Weltkrieg der erste deutsche Germanist, der in den USA lehrte und dort Bertolt Brecht bekannt machte. Das war eine Flucht. Hermand hatte in beiden deutschen Staaten befremdliche Erfahrungen gemacht und nirgends mehr eine Anstellung gefunden. Wir gratulieren Jost Hermand zum 90. Geburtstag.
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