Helma Nehrlich

Musikschule braucht noch mehr Verbündete

Die Schwerpunkte in der Arbeit der ver.di-Bundesfachgruppe Musik der vergangenen Jahre waren im Bericht klar herausgearbeitet: Tarifarbeit, Analyse und Auswege aus der Prekarisierung des Berufsstandes, speziell bei Honorarkräften und Lehrbeauftragten, Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung, gewerkschaftliche Perspektiven der Fachgruppe. Diese Themen prägten auch die Debatte der Bundesfachgruppenkonferenz am 26. und 27. Januar 2019 in Berlin. Strategische Überlegungen dominierten.
mehr »

Künstler an Theatern und Bühnen im Blick

Erkämpfte Tarifverträge, öffentlichkeitswirksame Aktionen und Vernetzung mit anderen Interessenverbänden, das sind Ergebnisse ihrer Arbeit in den vergangenen Jahren, auf die die Delegierten der 5. Bundesfachgruppenkonferenz Theater und Bühnen, Kulturelle Einrichtungen mit Stolz blickten. Sie debattierten am 25. und 26. Januar 2019 in Berlin über künftige Vorhaben und beschlossen, dabei das künstlerische Personal noch stärker in den Blick nehmen.
mehr »

Die Welt wäre ärmer ohne analogen Druck

Was haben traditionelle manuelle Drucktechniken mit Spitzenklöppeln, Flößerei oder Reetdachdecken gemein? Seit einigen Monaten zumindest das: Alle sind in Deutschlands Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden. Darin stehen mittlerweile an die 90 verschiedene Kulturtechniken. Sie sollen gepflegt und weitergegeben werden. Für die Drucktechniken habe sich eine wachsende „Lobby gebildet“, meint die Direktorin des Leipziger Druckkunst-Museums.
mehr »

Ich würde denselben Faden spinnen…

Ein leicht resignatives, doch selbstbewusstes Resümee seines Lebens und Schaffens zog Theodor Fontane in diesem Gedicht von 1895. Damals war er 76 Jahre alt und ein Schriftsteller, der letztlich von seiner Kunst hatte leben können. Bis heute flicht ihm die Nachwelt Kränze als dem bedeutendsten deutschen Vertreter des literarischen Realismus. Ende Dezember 1819 geboren, lag ihm eine Aussicht auf Nachruhm eher nicht in der Wiege. Vater Louis Henry, hugenottischer Abstammung und Apotheker in Neuruppin, sah seinen Sprössling perspektivisch wohl gleichfalls mit Pülverchen, Mörser und Tinkturen hantieren. So kam es zunächst auch. Doch 1839, mit knapp 20, veröffentlichte der…
mehr »

Jüdisches Leben: Eine Stadt in Aktion

Ein stadtweites Kunst- und Demokratieprojekt erinnerte am 9. November 2018 an 240 jüdische Einwohner von Eisenach, die die Nazizeit nicht überlebten, in Konzentrations- und Arbeitslagern oder durch Freitod umgekommen sind. Mehr als 900 Menschen beteiligten sich: beim Bau von Gedenksteinen, in einer Menschenkette, an einem abendlichen Gedenkmarsch, an Straßentheater-Szenen, einem Informationsangebot per Smartphone oder mit Sendungen über „Jüdisches Leben in Eisenach“ auf „Wartburgradio“.
mehr »

Hans Otto ehren und sich heute aktiv einmischen

Hans Otto war der erste bekannte Schauspieler, der seinen Widerstand gegen die braunen Machthaber am 24. November 1933 mit dem Leben bezahlte. Zum 85. Todestag wurde bundesweit an den mutigen Künstler und Gewerkschafter erinnert. Eine besondere Ehrung erfuhr der „Kollege“ im Potsdamer Theater, das Hans Ottos Namen trägt, mit einer Matinee. Mit dabei: Mitglieder des 2016 gegründeten Hans-Otto-Vereins.
mehr »

Mehr oder weniger radikale Aufbrüche

„AUF BRÜCHE 1918 – 1968 - 2018“ betrachtet 100 Jahre deutscher Geschichte, die vom Ende des Ersten Weltkriegs bis heute reichen, die „68er“ genau in der Mitte. Um „Gemeinsamkeiten und Unterschiede hinter den historischen Daten“ ging es den Ausstellungsmachern – dem ver.di Fachgruppenvorstand Berlin-Brandenburg der Bildenden Künstler in deren traditioneller jährlichen Schau in der MedienGalerie.  „Das Bild zur Ausstellung“, das direkt am Titel anknüpft und auf realen Fotodokumenten basiert, schuf Gotthard Krupp. Er selbst bezeichnet es als „Versuch“, bei dem – im Gegensatz zu seiner sonstigen Arbeitsweise – (Öl)Farbe erst ganz zum Schluss ins Bild kam.
mehr »

Theaterarchive: Viel „Arbeit am Erinnern“

Was bleibt von Theaterinszenierungen oder den Produktionen freier Gruppen, wenn sie nicht mehr auf dem Spielplan stehen? Was wird mit Video-Mitschnitten, Bühnenbildern, Kostümen, Requisiten, Werbeflyern? Das fragen sich Fachleute aus hauptstädtischen Theatern und Archiven, die 2011 einen Runden Tisch der Berliner Theaterarchive gründeten. Nicht nur in der theaterreichen Hauptstadt fehlt ein Kompass, wie mit dem künstlerischen Gedächtnis umzugehen sei, meint man in dem informellen Verbund. Doch gibt es inzwischen ein Berliner Strategiepapier.
mehr »