Heinz Wraneschitz

Nürnberg: Nazirelikt künftig Kulturtempel?

Der Torso der Nürnberger Kongresshalle ist ein weithin sichtbares Zeichen für das Scheitern der Nazidiktatur: Das Bauwerk am Dutzendteich nahe des Reichsparteitagsgeländes wurde nie fertiggestellt. Doch im Februar dieses Jahres hat der Nürnberger Stadtrat grundsätzlich beschlossen: Genau hier soll die Ausweichspielstätte entstehen für das über 100 Jahre alte Opernhaus des Staatstheaters, wenn es für viel Geld ab 2025 einer Totalrenovierung unterzogen wird.
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Wichtige Entscheidungen bei VG Wort-Mitgliederversammlung

Bei der Mitgliederversammlung der VG Wort am 10. und 11. Dezember 2021 stehen wichtige Entscheidungen über die künftige Arbeitsweise der Verwertungsgesellschaft an. VG-Wort-Mitglieder, die nicht selbst bei der Online-Veranstaltung dabei sein können, mögen ihr Stimmrecht „vertrauensvoll an dju-Kolleg*innen übertragen, die anwesend sind“, schlägt Monique Hofmann vor, Geschäftsführerin der Deutschen Journalistinnen und Journalisten-Union in ver.di. Analoges dürfte im VS gelten. Wir übernehmen im Folgenden einen Beitrag von "Menschen machen Medien" zu dieser Problematik:
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Zehn Köpfe, sechs Länder, viel Literatur

Fünf Zweierteams aus insgesamt sechs Ländern: das sind die von der Stadt Nürnberg eingeladenen Hermann-Kesten-Stipendiat*innen des Jahrgangs 2021. Dabei kommen fünf Tandempartner aus Nürnberger Partnerstädten, die anderen fünf stammen aus Mittelfranken. Einer der Stipendiaten ist Leonhard F. Seidl: der in Fürth wohnende Oberbayer ist ehrenamtlicher Vorsitzender des Verbands der Schriftsteller*innen VS in ver.di Mittelfranken.
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Ein Stipendium, der Schah und Rothenburg

Das hatte sich PEN-Mitglied Leonhard F. Seidl sicherlich anders vorgestellt! Mitte Januar trat der Vorsitzende des VS Mittelfranken in Rothenburg ob der Tauber das vom dortigen Historischen Kriminalmuseum erstmals ausgelobte Stipendium an. Doch dann kam Corona – und mit dem Virus wurden allüberall die Daumenschrauben angezogen. Hier immerhin mit einem Roman als Ergebnis.
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Soforthilfe für Künstler und Kulturschaffende im November

Unbürokratische Hilfen für kleine Unternehmen und Soloselbstständige: Wer wegen der jetzt beschlossenen, neuerlichen Corona-Beschränkungen in der Kultur- und Veranstaltungsbranche Umsatzverluste erleidet, bekommt 75 Prozent der Einnahmeausfälle vom Bund ersetzt. Das bekräftigten zuständige Bundesminister und informierten am 29. Oktober zum Procedere der neuen Soforthilfen.
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Kunstgebung: Der Politik Feuer unter den Hintern

Wenn Matthias Egersdörfer (Tatort-Ermittler und Kabarettist), Michl Müller (der „Dreggsagg“ aus der ARD), Wortkünstler Oliver Tissot, Franken-Humor-Chef Bernd Händel, die bekannte A-Capella-Gruppe Viva Voce oder „Feuerwehrkommandant“ Norbert Neugirg gemeinsam auf der Bühne stehen: Dann ist entweder Faschings-Prunksitzung in Veitshöchheim - oder „Kunstgebung“ in Nürnberg. Am 19. Oktober war Letzeres.
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Aktion in Fürth: Die Politik lässt Klima und Kultur hängen

„Gemeinsam Klima und Kultur retten!“ war am 5. Juni Motto einer Veranstaltung am Paradiesbrunnen in der Fürther Innenstadt. Kunst, Kultur und Klimaschutz stehen bei der aktuellen Wirtschaftsförderung von Bund und Ländern ganz weit hintan, so die Kritik. Das war Kern aller Statements von unterschiedlichen regionalen Initiativen, darunter der Solo-Selbstständigen von ver.di.
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Ein neues Sonderprogramm mit Hilfe, die spaltet

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat vor Tagen ein Geschenk machen wollen: In seiner Regierungserklärung versprach er Künstlern, die über die Künstlersozialkasse versichert sind, drei Monate lang je 1000 Euro Hilfe zum Lebensunterhalt. Das beglückte dann gerade mal jede/n Zehnte/n Soloselbstständigen im Freistaat.
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Bald Kulturhauptstadt – zu welchem Preis?

In Nürnberg jubelte kurz vor Weihnachten die komplette Stadtverwaltung: Im Rennen um jene Kommune, die Deutschland im Jahr 2025 als „Europäische Kulturhauptstadt“ repräsentieren soll, hat es die Frankenmetropole auf die „Shortlist“ geschafft. Doch was haben die Kreativen davon, die Kunst und Kultur schaffen, sollte die Nürnberger Bewerbung als „N2025“ am Ende tatsächlich erfolgreich sein?
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Die Nürnberger kamen spät, aber gewaltig

Während anderswo im Land die Regionalgruppen des VS schon ihr halbes Jahrhundert Bestehen feiern, sind die Mittelfranken gerade mal bei „35 Jahre Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller“ angelangt. Aktuell dreht die Regionalgruppe wieder mächtig auf, auch dank des etwa seit einem Jahr aktiven neuen Vorstands.
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