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Alle Artikel von Redaktion

ver.di bewertet das geplante NRW-Kulturgesetzbuch

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat den Entwurf eines Kulturgesetzbuches sowie Vorschläge zur Änderung und Aufhebung weiterer Vorschriften im Rahmen eines Kulturrechtsneuordnungsgesetzes vorgelegt. Für eine solche Gesetzesinitiative hatte sich ver.di seit Längerem stark gemacht. Nun hat die Gewerkschaft in NRW den Gesetzentwurf bewertet sowie ihre Positionen gegenüber der Landesregierung deutlich gemacht. Die Stellungnahme wurde am 16. September 2021 übergeben.
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Soloselbstständige in Hamburg fordern Kontrollstopp

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Hamburg forderte die Soloselbstständige verschiedener Sparten auf, am 16. September 2021 vor der Finanz- und anschließend vor der Kulturbehörde der Hansestadt gegen die aktuelle Prüfpraxis der Pandemiehilfen und für bessere Finanzhilfen für Kunsteler*innen und Kulturschaffende zu demonstrieren. Die Protestaktionen brachte neben Reden auch Beiträge aktiver Musiker*innen auf die Straße.
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Paul-Celan-Preis für Übersetzerin Andrea Spingler

Der vom Deutschen Literaturfonds alljährlich vergebene Paul-Celan-Preis für herausragende Übersetzungen ins Deutsche geht an Andrea Spingler. Die in Deutschland und Frankreich lebende Übersetzerin wird für ihr umfangreiches Gesamtwerk von Übersetzungen aus dem Französischen ausgezeichnet. Zu ihren Übertragungen gehören Werke von Marguerite Duras, André Gide, Alain Robbe-Grillet, Jean-Paul Sartre, Albert Camus, Patrick Modiano sowie eine Neuübersetzung von Alexandre Dumas' Kameliendame.
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Zehn Köpfe, sechs Länder, viel Literatur

Fünf Zweierteams aus insgesamt sechs Ländern: das sind die von der Stadt Nürnberg eingeladenen Hermann-Kesten-Stipendiat*innen des Jahrgangs 2021. Dabei kommen fünf Tandempartner aus Nürnberger Partnerstädten, die anderen fünf stammen aus Mittelfranken. Einer der Stipendiaten ist Leonhard F. Seidl: der in Fürth wohnende Oberbayer ist ehrenamtlicher Vorsitzender des Verbands der Schriftsteller*innen VS in ver.di Mittelfranken.
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Über die Stradivari unter den Arschgeigen

Herr Stapper – ein "Vertreter der Unterschicht" und echter Assi-Adel aus Köln – gibt sich solidarisch und seine Expertise nach 30 Semestern Hartz-IV gern an die soloselbstständigen Künstler*innen weiter, die in Corona-Zeiten ungewollt und unerwartet auf Grundsicherung zurückgeworfen wurden. Da das Beantragen bekanntermaßen gar nicht so einfach ist, hat Stapper – alias Kabarettist Robert Grieß – ein Geschäftsmodell im "betreuten Beraten" gefunden, mit Geld-zurück-Garantie.
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ver.di-Bildungsprogramm für 2022 liegt vor

Das Seminarangebot 2022 von ver.di Bildung und Beratung für die Branchen Medien, Kunst und Industrie“ liegt jetzt vor. Interessenten können sich ab sofort online oder in der Broschüre über das Bildungsprogramm mit thematischen Seminaren, aber auch Bildungsurlaubsangeboten für das kommende Jahr informieren und sich dafür anmelden. Für Betriebsräte und Jugend- und Auszubildendenvertreter*innen gibt es wie immer zugeschnittene Schulungen, die branchen– und teilweise fachgruppenspezifisch organisiert sind.
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Verliebte Leserin künftig nie mehr allein

Das "Brieflesende Mädchen am offenen Fenster" von Jan Vermeer kennt fast jeder. Doch so, wie es hier noch abgebildet ist, wird das Original nie mehr zu sehen sein. Ein Restaurator der Dresdener Gemäldegalerie hat über zwei Jahre lang akribisch Übermalungen von fremder Hand entfernt. Nun wird das Bild erstmals wieder so gezeigt, wie es einst das Atelier in Delft verließ: mit einem Cupido an der Wand.
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Schwieriges Erbe: Der „Cato von Miesbach“

Im Juni entschied eine Münchner Kommission, die 158 Meter lange Ludwig-Thoma-Straße im Stadtteil Pasing umzubenennen. Schon seit 1990 verleiht die Stadt München keine "Ludwig-Thoma-Medaille" mehr. Einige Träger gaben die bis dahin hoch geschätzte Auszeichnung zurück, um sich von ihrem Namensgeber zu distanzieren. Wie geht man mit einem gern gelesenen Dichter um, der sich als geistiger Brandstifter selbst ins politische und moralische Abseits manövrierte?
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Ein Gedenktag zum 80. für Wolfgang Hilbig

Vor 80 Jahren, am 31. August 1941, wurde Wolfgang Hilbig geboren. Franz Fühmann sah ihn Arm in Arm mit Rimbaud und Novalis durch die Tagebauwüste ziehen, für den Leipziger Kollegen Thomas Böhme war er die „zärtlichste Stimme“ der Finsternis. Der runde Geburtstag war in Leipzig Anlass zu einer literarischen Würdigung und zur Enthüllung einer Gedenktafel an Hilbigs ehemaligem Wohnhaus.
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Buchtipp: Ich bin doch gar nicht dein Kind

Am 15. April 2021 starb siebenundneunzigjährig Walter Kaufmann – ein erfolgreicher Reporter und Romancier, der in der DDR Weltläufigkeit ausstrahlte. Er war von seinen Adoptiveltern 1939 mit einem Kindertransport nach England verschickt worden, was ihm das Leben rettete. Die sorgfältige Edition der Briefe, die er in den Jahren danach bis zu deren Ermordung von den Eltern erhielt, hat Kaufmann nicht mehr erlebt, obgleich er die Originale über acht Jahrzehnte bewahrte. Sie zeugen von persönlicher Nähe und familiären Bindungen, sind aber auch beeindruckende zeitgeschichtliche Dokumente.
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