Helma Nehrlich

Helma Nehrlich

Helma Nehrlich arbeitet als freie Journalistin in Berlin. Erreichbar per Mail unter nehrlich@pressebuero-transit.de

Alle Artikel von Helma Nehrlich

Es geht um Stabilisierung, vor allem aber um Zukunft

Im Oktober 2020 wurde im Rahmen von „Neustart Kultur“ ein 65-Millionen-Programm zur Förderung freischaffender Künstler*innen und freier Gruppen in der bundesdeutschen Theater-, Performance- und Tanzlandschaft bereitgestellt. Der Fonds Darstellende Künste organisiert die Förderung, 50 Millionen Euro sind bereits vergeben worden. Wir baten Geschäftsführer Holger Bergmann um eine Zwischenbilanz.
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Erlebbares schaffen und davon leben (können)

Inzwischen ist das bundesweite Projekt „Jahr der Kulturschaffenden 2021“ an den Start gegangen. Initiiert haben es die gewerkschaftliche AG Kunst und Kultur und Anja Bossen, die Kunst- und Kulturbeauftragte von ver.di. "Unser Ziel ist es, die Arbeit von Menschen, die in künstlerischen Berufen und in der Kulturbranche tätig sind, gesellschaftlich sichtbar zu machen", so die Kulturbeauftragte.
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Nahrhaftes statt Cocktailkirschen

Die Premiere kann als rundum gelungen gelten. „Gratulation!“ hieß es von Zuhörern im Chat. Und Lyrikerin Safiye Can erklärte, dass sie sich in der digitalen Runde „sehr, sehr wohl“ fühle. Die erste „Onlesung“ des VS über Twitch am 7. Januar brachte drei unterschiedliche literarische Anregungen und eine Debatte darüber, wie Zoom Lesungen grundsätzlich verändert. Und sie machte Lust auf Mehr an den kommenden Donnerstagen.
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Novemberhilfen und weitere Versprechen

Ganz aktuell*: Die Anträge für die "Novemberhilfe" können jetzt auf der bundesweiten Überbrückungshilfe-Plattform gestellt werden. Das gilt auch für Künstlerinnen und Kulturschaffende – Solo-Selbstständige und Freiberufler –, die direkt oder indirekt von den akuten Schließungen durch den Teilshutdown betroffen sind. Sie können die "außerordentliche Wirtschafthilfe des Bundes" für Einnahmeausfälle im November bis maximal 5000 Euro ohne Steuerberater selbst beantragen. Da die partiellen Schließungen verlängert werden, soll das, so die Ankündigung, auch für die Förderung gelten.
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Fördersegen für die freie Theaterszene

„Neustart Kultur“ macht‘s möglich: Das Corona-Rettungspaket von Kulturstaatsministerin Monika Grütters soll auch gebeutelten freien darstellenden Künstler*innen Überleben und Weiterentwicklung ermöglichen. Ein 65-Millionen-Programm zur Förderung freischaffender Künstler*innen und freier Gruppen in der bundesdeutschen Tanz- und Theaterlandschaft steht nun bereit. Der Fonds Darstellende Künste wird das Geld verteilen, Geschäftsführer Holger Bergmann erklärt, wie.
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Erstmals auch online: Nie wieder Krieg!

Am 1. September machen der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften deutlich: Sie stehen für Frieden, Demokratie und Freiheit. Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus! 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Befreiung Europas von der Nazidiktatur wurde vielerorts von Gewerkschafter*innen an die Folgen von Krieg, Gewalt und Faschismus erinnert. Doch 2020 ging der «Antikriegstag» coronabedingt auch erstmals online. Mit viel Kunst im Programm.
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Deutungsmacht: Wem gehört Geschichte?

Im südfranzösischen Perpignan tobt ein Kulturkampf. Der neugewählte Bürgermeister, Louis Aliot vom rechtsgerichteten Rassemblement National (RN), will die „Entdiabolisierung“ des Ortes vorantreiben. Das dortige „Kulturzentrum Walter Benjamin“ solle ein Ort der Erinnerung für das jüdische Gedächtnis, an das Schicksal der Zigeuner und den spanischen Bürgerkrieg werden. – Schwer vorstellbar bei der tagtäglichen Stigmatisierung von Ausländern und Migranten durch den RN.
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Zeitzeugin der Schlacht an der Oder

„White Root“ heißt die Kunstinstallation von Volker-Johannes Trieb. Er nutzt eine geschossverwundete Eichenwurzel vom Schlachtfeld der Seelower Höhen in Brandenburg, von wo aus im April 1945 die Rote Armee die Schlacht um Berlin einleitete. Das Holz trägt Spuren der Kämpfe. Gegenwärtig steht es vor dem Gebäude, in dem die Oberbefehlshaber der Deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945 die bedingungslose Kapitulation unterzeichneten.
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Als die Einigkeit der Einzelgänger Ziel war

Unauffällig zu sein, in der Menge unterzugehen, ist die Sache von Ursula Bräuning nicht. So war die «rote Uschi» auch 2019 als Ehrengast auf dem Jubiläumskongress des VS in Aschaffenburg sehr präsent. Wer diese zugewandte, kommunikationsfreudige alte Dame eigentlich ist, dürfte sich mancher gefragt haben. Das letzte leibhaftige Gedächtnis der Anfangsjahre des Schriftstellerverbandes, lautet die Antwort.
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Corona-Kurzarbeit nie ohne Mitbestimmung

Kurzarbeit kann helfen, in Krisensituationen Arbeitsplätze zu erhalten und Betriebe vor der Pleite zu bewahren. Im momentanen Corona-Shutdown wird nach diesem Instrument auch in Bereichen gerufen, die es bisher nicht kannten. Kurzarbeit ist in Kultureinrichtungen auch jetzt kein Muss, so die ver.di-Position. Doch wenn sie vereinbart wird, setzt eine Tarifvereinbarung mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden Maßstäbe.
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