Zum Mitsingen: Aktionslieder der Berliner Musikschulproteste

„Berlin, Berlin, du armes Kind, wie weit wir doch gekommen sind: Musikschule für’n Hungerlohn in der Hauptstadt der Kulturnation“. So der Refrain eines Protest-Swings in E-Moll. „Geige, Cello, Klavier, heut sind wir alle mal in eigner Sache hier. Wir wollen kurz stören, damit Sie uns hören…“, heißt es in einem der anderen Songs. Aktionslieder der Berliner Musikschuller*innen mit passenden Melodien begleiten ihre aktuellen Proteste. Die Lieder sind jetzt in einem Buch erschienen.

Für feste Stellen und Tarifvertrag kämpfen die Musikschullehrer*innen der Hauptstadt seit Langem. In diesem Frühjahr erteilten sie dem Berliner Finanzsenator, der die Aufnahme von Tarifverhandlungen für freie Musikschullehrkräfte verweigert, vor dessen Amtssitz bereits drei Nachhilfe-Musikstunden. Im Rahmen der langjährigen und vielfältigen Proteste sind Aktionslieder mit Berlin-spezifischen Texten entstanden. Sie wurden jetzt in einem Liederbuch zusammengefasst. Das „Aktionsliederbuch“ der Fachgruppe Musik Berlin/Brandenburg unter dem Motto „Erhebe Deine Stimme – denn wer schweigt, stimmt zu!“ steht auch zum Download bereit. Natürlich könnten die Texte regional angepasst werden…

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Berlin: Musikalische Bildung geht nur mit Präsenz

Angemessene Honorare, bessere soziale Absicherung, mehr Festanstellungen und ein Tarifvertrag für Honorarlehrkräfte sind Forderungen, für die wir von der ver.di-Fachgruppe Musik in Berlin uns inzwischen seit fast einem Jahrzehnt stark machen. Unser Engagement lohnt sich mit mehr Festanstellungen und Honorarerhöhungen. Nicht zuletzt ist seit dem 10. Mai Präsenzunterricht an den Musikschulen wieder möglich.
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Hoffnung, Erwartung und Herausforderung in NRW

"Wir stehen hier mit der Erwartung, dass unsere berechtigten Forderungen aufgenommen werden“, erklärte Martin Ehrhardt von der ver.di-Fachgruppe Musik in NRW zum Entwurf des neuen Kulturgesetzes, das die grundsätzliche Festanstellung von Musikschullehrer*innen anstrebt. Es zielt, bisher einmalig in Deutschland, auf die Absicherung aller Kulturschaffenden in Musik, Kunst, Literatur, Theater oder Museen. Noch ist es nicht in trockenen Tüchern.
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Bremen: Mehrzahl der Musiklehrer*innen fest

"Nachdem wir 2015 an der Musikschule Bremen eine Sprechergruppe der Honorarkräfte gebildet hatten, haben wir durch unermüdliche Verhandlungen und Aktionen erreicht, dass die meisten Honorarkräfte seit dem 1. Januar 2021 eine Festanstellung nach dem TvL haben. Dabei wurde die Berufserfahrung an der Musikschule bei der Einstufung voll anerkannt", berichtet Christian Janssen für die Sprechergruppe.
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Die Messlatte liegt nun, wo sie hingehört

Grundsätzlich Festangestellte in der kommunalen Musikschule? So sah es ein gemeinsamer Antrag von drei Stadtparlamentsfraktionen in Leverkusen vor. Und so wird es kommen. Denn am 22. März 2021 wurde im Rat abgestimmt: 42 Ja-Stimmen, drei Enthaltungen, eine Gegenstimme. Ein sehr überzeugendes Votum.
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