Zum Mitsingen: Aktionslieder der Berliner Musikschulproteste

„Berlin, Berlin, du armes Kind, wie weit wir doch gekommen sind: Musikschule für’n Hungerlohn in der Hauptstadt der Kulturnation“. So der Refrain eines Protest-Swings in E-Moll. „Geige, Cello, Klavier, heut sind wir alle mal in eigner Sache hier. Wir wollen kurz stören, damit Sie uns hören…“, heißt es in einem der anderen Songs. Aktionslieder der Berliner Musikschuller*innen mit passenden Melodien begleiten ihre aktuellen Proteste. Die Lieder sind jetzt in einem Buch erschienen.

Für feste Stellen und Tarifvertrag kämpfen die Musikschullehrer*innen der Hauptstadt seit Langem. In diesem Frühjahr erteilten sie dem Berliner Finanzsenator, der die Aufnahme von Tarifverhandlungen für freie Musikschullehrkräfte verweigert, vor dessen Amtssitz bereits drei Nachhilfe-Musikstunden. Im Rahmen der langjährigen und vielfältigen Proteste sind Aktionslieder mit Berlin-spezifischen Texten entstanden. Sie wurden jetzt in einem Liederbuch zusammengefasst. Das „Aktionsliederbuch“ der Fachgruppe Musik Berlin/Brandenburg unter dem Motto „Erhebe Deine Stimme – denn wer schweigt, stimmt zu!“ steht auch zum Download bereit. Natürlich könnten die Texte regional angepasst werden…

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Es geht um Stabilisierung, vor allem aber um Zukunft

Im Oktober 2020 wurde im Rahmen von „Neustart Kultur“ ein 65-Millionen-Programm zur Förderung freischaffender Künstler*innen und freier Gruppen in der bundesdeutschen Theater-, Performance- und Tanzlandschaft bereitgestellt. Der Fonds Darstellende Künste organisiert die Förderung, 50 Millionen Euro sind bereits vergeben worden. Wir baten Geschäftsführer Holger Bergmann um eine Zwischenbilanz.
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Kreative beim Urheberrecht ohne wirksamen Schutz

Das Bundeskabinett hat am 3. Februar 2020 den Gesetzentwurf für die Umsetzung der EU-Urheberrechtsreform in deutsches Recht gebilligt. Im „weitgehend unter Vermeidung von Öffentlichkeit“ erfolgten Gesetzgebungsverfahren fehle es weiter an wirksamen Schutzmechanismen für die Kreativen, kritisiert ver.di. Die Gewerkschaft sieht den Regierungsentwurf als einen "Kotau vor den Interessen der Zeitungsverleger und Verwerter".
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Endlich kommen Novemberhilfen, doch eben nicht für jeden

Endlich: Seit 12. Januar, so informiert die Bundesregierung, seien die technischen Voraussetzungen für die reguläre Auszahlung der „außerordentlichen Wirtschaftshilfe“ für den Monat November geschaffen. Die Länder starten mit der Überweisung der seit 25. November beantragten Gelder. Soloselbstständige konnten bis zu 5000 Euro Hilfen direkt beantragen. Doch bislang wurden bestenfalls Abschläge ausgezahlt. Was das für sie bedeutet und warum viele ganz durch Raster fielen, beleuchtet ein Projekt von Selbstständigen bei ver.di Niedersachsen-Bremen.
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Urheberrecht: ver.di fordert Möglichkeit der Verbandsklage

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert die erweiterte Möglichkeit von Verbandsklagen zur Durchsetzung der Vergütungsansprüche von Urheberinnen, Urhebern, Künstlern und Künstlerinnen. In einem Brief an das Kanzleramt sowie die Ministerien, die eine EU-Richtlinie zum Urheberrecht umsetzen müssen, wird kritisiert, dass der sozialen Funktion des Urheberrechts in den bisher gemachten Vorschlägen nicht ausreichend Rechnung getragen werde, heißt es in einer Pressemitteilung.
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