ver.di gratuliert Claudia Roth und bietet Unterstützung an

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft hat der neuen Staatsministerin für Kultur und Medien, Claudia Roth, zur Übernahme des Amtes am 8. Dezember gratuliert. „Wir begrüßen sehr, dass im Koalitionsvertrag viele unserer Forderungen aufgenommen wurden“, erklärt das für Kultur und Medien zuständige ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz in seinem Gratulationsbrief an Roth.

Zu diesen Forderungen gehörten Mindesthonorare, die Verbesserung der sozialen Absicherung von Künstlerinnen und Künstlern, aber auch ein klares Bekenntnis zum Schutz von verfolgten Journalist*innen, zu einem Bundespresseauskunftsgesetz und zur Finanzierung von gemeinnützigem Journalismus, so Schmitz. Er erinnert daran, dass ver.di 50.000 Künstler*innen und Journalist*innen sowie darüber hinaus zahlreiche Soloselbstständige organisiert und damit im Bereich Kunst und Medien die mitgliederstärkste Gewerkschaft ist.

In dem von Roth geplanten „Plenum der Kultur“ will ver.di fest eingebunden sein. Die größte Herausforderung sei die Kulturfinanzierung in den Haushalten des Bundes und der Länder nach der Corona-Pandemie, so Schmitz. ver.di sei bereit, die neue Staatsministerin in ihrer Arbeit zu unterstützen. Man werde sich künftig für eine noch klarere Haltung der Bundesregierung zur Stärkung der Rechte von Urheber*innen, für eine am Journalismus der Zukunft ausgerichtete Presseförderung und eine zukunftsfähige Kulturfinanzierung einsetzen, schreibt Schmitz an die „meinungsstarke und durchsetzungsfähige Politikerin“ Claudia Roth.

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