ver.di für bessere soziale Absicherung von Künstler*innen

Die Gewerkschaft ver.di hat vor der Kulturministerkonferenz die Länder aufgefordert, mehr für die soziale Absicherung von Künstler*innen zu tun. Es sei wichtig, dass die Kultusminister­konferenz nach der Corona-Pandemie die soziale Lage der Kulturschaffenden stärker in den Blick nimmt. „Jetzt sind konkrete Maßnahmen gefragt“, erklärte ver.di-Vorsitzender Frank Werneke.

Werneke verlangte am 6. Oktober auch, dass Kulturförderung endlich an faire Arbeitsbedingungen geknüpft werden müsse. Speziell forderte er eine verbindliche Verankerung von branchenspezifischen Mindesthonoraren in Förder­richtlinien.

Auch die Kulturministerkonferenz solle Verantwortung übernehmen und sicherstellen, dass öffentliche Fördergelder konsequent bei all denen ankommen, die die vielfältigen Kulturszenen in unserem Land ermöglichen, forderte Werneke.

Ohne eine Erhöhung der zum Teil erschreckend niedrigen Einkommen insbesondere soloselbstständiger Kulturschaffender sei eine ausreichende soziale Absicherung und existenzsicherndes Arbeiten kaum möglich.

nach oben

weiterlesen

Debatte: Wie die Arbeit der Zukunft gestalten

LABOR.A heißt die Plattformkonferenz der Hans-Böckler-Stiftung zur Zukunft der Arbeit, die am 6. Oktober 2021 bereits zum vierten Mal Akteure aus Gewerkschaften, Politik, Wissenschaft und Betrieben zu Austausch und Ideenschmiede zusammenbrachte. Das umfangreiche Programm allein mit 19 verschiedenen Sessionen wurde gemeinsam mit vielen der 50 Partner-Institutionen vorbereitet. Mit ver.di-Beteiligung standen auf der Agenda auch die Situation der Solo-Selbstständigen und Fragen künftiger Arbeitsgestaltung, nicht nur im Kulturbereich.
mehr »

Bibliothek zeigt zerstörte Bücher nun im Foyer

In der Berliner Bezirksbibliothek Tempelhof-Schöneberg sind im September neuerlich mutwillig Bücher zerschnitten und unbrauchbar gemacht worden. Die Tat folgte dem Muster der bereits zuvor öffentlich gemachten Zerstörungen. Immer handelt es sich um Werke, die sich kritisch mit rechtem Gedankengut auseinandersetzen oder linke Theorien und die Geschichte des Sozialismus betreffen. Die Bibliothek reagiert und die Polizei ermittelt.
mehr »

Umfrage: Mehr Daten über „hybride“ Arbeit

In einer aktuellen Umfrage untersucht ver.di die Arbeitsbedingungen von Kreativen und Kulturschaffenden verschiedener Branchen. „Wir wollen mehr über die unterschiedlichen Arbeitsrealitäten von Künstler*innen erfahren und die Erkenntnisse in die gewerkschaftliche Arbeit einfließen lassen“, erklärt Lisa Basten, Bereichsleiterin Kunst und Kultur bei ver.di. Sie ermuntert alle Mitglieder der Kunstfachgruppen, aber auch sonst im künstlerischen und kulturellen Bereichen Tätige, sich zehn Minuten Zeit zu nehmen.
mehr »

Soloselbstständige in Hamburg fordern Kontrollstopp

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Hamburg forderte die Soloselbstständige verschiedener Sparten auf, am 16. September 2021 vor der Finanz- und anschließend vor der Kulturbehörde der Hansestadt gegen die aktuelle Prüfpraxis der Pandemiehilfen und für bessere Finanzhilfen für Kunsteler*innen und Kulturschaffende zu demonstrieren. Die Protestaktionen brachte neben Reden auch Beiträge aktiver Musiker*innen auf die Straße.
mehr »