Pflicht zur Altersvorsorge für Selbstständige als Chance

Im Koalitionsvertrag haben die Regierungsparteien vereinbart, eine Altersvorsorgepflicht für Selbstständige einzuführen. Diese soll in Kürze im Bundestag diskutiert und als Gesetzentwurf auf den Weg gebracht werden. Die frisch gewählte Bundeskommission Selbstständige von ver.di hat dazu eine Position erarbeitet und ruft zur Unterstützung auf.

Die geplante Altersvorsorgepflicht ist ein umstrittenes Thema, das auch bei ver.di viel diskutiert wurde und wird. Prinzipiell: ver.di unterstützt die gesetzliche Pflicht zur Altersvorsorge für Selbstständige. Vermieden werden sollen dabei aber soziale Härten und Überforderung bereits langjährig Vorsorgender. Das aktuelle gewerkschaftliche Positionspapier und ausführliche Infos dazu finden sich auf der Webseite der ver.di-Selbstständigen.

Die Bundeskommission Selbstständige fordert außerdem zu aktiver Mitwirkung auf und hat einen Brief entworfen, mit dem Selbstständige die Bundestagsabgeordneten ihrer Wahlkreise auf die Problematik aufmerksam machen und zur Unterstützung des Anliegens auffordern können. Die Parlamentarier*innen werden daran erinnert, dass „die Altersvorsorgepflicht für Selbstständige eine große Chance für die Gleichbehandlung aller Erwerbstätigen und für die gesetzliche Rentenversicherung ist“. Namen und Adressen der MdB finden sich auf der Internetseite des Bundestages, die der Mitglieder des Bundesrates unter der dortigen Webseite.

 

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Honorarumfrage unter Soloselbstständigen

Eine branchenübergreifende Honorarumfrage unter Soloselbstständigen soll für mehr Markttransparenz sorgen. „SO_LOS! Die Initiative für faire Honorare“ wurde zum Start am 13. Juli zunächst von 25 Berufsverbänden, Interessenvertretungen und Zusammenschlüssen von und für Soloselbstständige(n) getragen. Weitere sollen dazu kommen. Konzipiert und organisiert hat die Initiative das „Haus der Selbstständigen“ (HDS) mit Sitz in Leipzig. Zentraler Bestandteil ist eine Online-Umfrage, mit deren Hilfe Daten zu aktuell auf dem Markt zu erreichenden Honorarhöhen erhoben werden.
mehr »

Neue Landes-Arbeitsgruppe Kunst und Kultur in Bayern

Innerhalb der laufenden Organisationswahlen in ver.di wurde im Rahmen der Landesdelegierten-Konferenz der Kunstfachgruppen in Bayern am 9. Juli 2022 die Gründung des ordentlichen Gremiums der Landes-Arbeitsgruppe Kunst und Kultur beschossen.  Zugleich wurden die Vorstände der Landes-Fachgruppen KuK-Bayern gewählt. Der Landes-AG gehören Vertreter *innen der Fachgruppen Musik, Bildende und Darstellende Kunst sowie des VS an.
mehr »

KSK: Novelle soll Webfehler im Gesetz künftig heilen

Endlich gute Nachrichten für alle Soloselbstständigen, die neben einer künstlerischen oder publizistischen Arbeit noch weitere selbstständige Tätigkeiten ausüben: Im Rahmen einer umfassenderen Novelle des Vierten Sozialgesetzbuches sind Änderungen des Künstlersozialversicherungsgesetzes vorgesehen. Danach können Selbstständige künftig in der Künstlersozialkasse (KSK) krankenversichert bleiben, solange ihre kreative Tätigkeit überwiegt. ver.di begrüßt das ausdrücklich.
mehr »

Basishonorare: Wann, wenn nicht jetzt?

ver.di legt Diskussionsvorschlag mit Berechnungsmodell für selbstständige Künstler*innen vor: Kairos bezeichnet den günstigen Zeitpunkt für eine Entscheidung. Ihn nicht zu nutzen, kann fatal sein. Was in der griechischen Mythologie sogar als Gottheit personifiziert ist, betrifft nach ver.di-Auffassung gerade eher Profanes, aber ungemein Wichtiges: Die Festlegung von Basishonoraren für selbstständige Kreative. Ein gewerkschaftlicher Diskussionsvorschlag dazu wurde bereits vorgestellt. Nun gibt es die energische Einladung zur Partizipation.
mehr »