Aktuell

Gibbet Fisch oder gibbet kein Fisch? – Ein Zwischenruf

Der Spruch stammt von meinem Musiker-Kollegen, mit dem ich als Autor in den 90iger Jahren, also in den guten analogen Zeiten, auf Lesereise war. Ein paar Bier, ein Abendessen und das Eintrittsgeld waren immer drin, und selbst wenn am Ende der Lesung der Hut rumging, kam ein nettes Sümmchen zusammen. Zeiten, von denen man heute nur noch träumen kann. Heute finden Lesungen statt auf youtoube, twitch, alfaview, Zoom oder wie sie alle heißen. Oft genug mit wackligen Bildern in schlechter Tonqualität, aufgenommen von einem Smartphone, das in China produziert wird.
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Es geht um Stabilisierung, vor allem aber um Zukunft

Im Oktober 2020 wurde im Rahmen von „Neustart Kultur“ ein 65-Millionen-Programm zur Förderung freischaffender Künstler*innen und freier Gruppen in der bundesdeutschen Theater-, Performance- und Tanzlandschaft bereitgestellt. Der Fonds Darstellende Künste organisiert die Förderung, 50 Millionen Euro sind bereits vergeben worden. Wir baten Geschäftsführer Holger Bergmann um eine Zwischenbilanz.
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Corona-Sonderhilfen für freie Schauspieler*innen vereinbart

Im Rahmen der „Überbrückungshilfe III“ des Bundes soll ein zusätzliches Modul im Kulturbereich geschaffen werden, dass speziell den „kurz befristet Beschäftigten in den Darstellenden Künsten“ die Beantragung von Hilfen für das erste Halbjahr 2021 ermöglicht. Darauf haben sich die Bundesminister Altmaier und Scholz mit Kulturstaatsministerin Grütters Anfang Februar verständigt. Danach sollen neben den Soloselbstständigen und den unständig Beschäftigten auch die „kurz befristet Beschäftigten in den Darstellenden Künsten“ Hilfen von bis zu 7.500 € für den sechsmonatigen Zeitraum Januar bis Juni 2021 beantragen können.
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Kreative beim Urheberrecht ohne wirksamen Schutz

Das Bundeskabinett hat am 3. Februar 2020 den Gesetzentwurf für die Umsetzung der EU-Urheberrechtsreform in deutsches Recht gebilligt. Im „weitgehend unter Vermeidung von Öffentlichkeit“ erfolgten Gesetzgebungsverfahren fehle es weiter an wirksamen Schutzmechanismen für die Kreativen, kritisiert ver.di. Die Gewerkschaft sieht den Regierungsentwurf als einen "Kotau vor den Interessen der Zeitungsverleger und Verwerter".
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Protest gegen Streichungen und Änderungen beim WDR

Die Literaturkritikerin Isa Wilke hat eine Petition gegen die Programmkürzungen für Literatur im WDR gestartet. Mehr als 3000 Unterschriften sind bereits verzeichnet. „Wenn die tägliche Buchrezension im „WDR3 Mosaik“ wegfällt, bedeutet das: Es werden im Jahr um die 250 Bücher weniger besprochen. Viele Verlage würden mit ihren Büchern im „Kulturradio“ WDR3 gar nicht mehr vorkommen. Zudem wird ins nordrhein-westfälische Parlament gerade eine Novelle des WDR-Gesetzes eingebracht, mit der gewerkschaftliche Sitze im Rundfunkrat gestrichen werden sollen. Dagegen protestiert ver.di.
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Kulturinitiative 21: Monatlich 1180 Euro Coronahilfe jetzt!

Eine Initiative von Kulturschaffenden aus Nordrhein-Westfalen hat neuerlich konkrete Forderungen zur Absicherung von Künstlerinnen, Freiberuflern und Soloselbstständigen in der Corona-Pandemie an die Politik gerichtet. Verlangt wird eine umgehende bundeseinheitliche Verbesserung von Hilfsmaßnahmen. Hauptpunkt: Ein vorbehaltloses Fixum von monatlich 1.180 Euro für den Lebensunterhalt von Soloselbstständigen, Freiberufler*innen und Künstler*innen.
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Endlich kommen Novemberhilfen, doch eben nicht für jeden

Endlich: Seit 12. Januar, so informiert die Bundesregierung, seien die technischen Voraussetzungen für die reguläre Auszahlung der „außerordentlichen Wirtschaftshilfe“ für den Monat November geschaffen. Die Länder starten mit der Überweisung der seit 25. November beantragten Gelder. Soloselbstständige konnten bis zu 5000 Euro Hilfen direkt beantragen. Doch bislang wurden bestenfalls Abschläge ausgezahlt. Was das für sie bedeutet und warum viele ganz durch Raster fielen, beleuchtet ein Projekt von Selbstständigen bei ver.di Niedersachsen-Bremen.
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Urheberrecht: ver.di fordert Möglichkeit der Verbandsklage

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert die erweiterte Möglichkeit von Verbandsklagen zur Durchsetzung der Vergütungsansprüche von Urheberinnen, Urhebern, Künstlern und Künstlerinnen. In einem Brief an das Kanzleramt sowie die Ministerien, die eine EU-Richtlinie zum Urheberrecht umsetzen müssen, wird kritisiert, dass der sozialen Funktion des Urheberrechts in den bisher gemachten Vorschlägen nicht ausreichend Rechnung getragen werde, heißt es in einer Pressemitteilung.
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Faszinierend: Instrument des Jahres 2021 ist die Orgel

Die Orgel löst die Violine als Instrument des Jahres ab. Die 2008 in Schleswig-Holstein gestartete Initiative der Landesmusikräte stellt in jedem Jahr ein anderes Instrument in den Mittelpunkt. Allgemeine Aufmerksamkeit und die Lust sollen geweckt werden, sich mit ihm zu beschäftigen. Mit der Orgel wurde nun zum ersten Mal ein Tasteninstrument gekürt. Gleich eines der Superlative.
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Der VS startet in Pandemie-Zeit erste digitale Lesereihe

Der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) in ver.di veranstaltet ab dem 7. Januar 2021 eine digitale Lesereihe mit 26 Terminen auf der Streaming-Plattform Twitch. Finanziert wird die VS-Onlesung mit Hilfe von Neustart Literatur, des Deutschen Literaturfonds e.V. und des Kulturwerks deutscher Schriftsteller e.V. Um die Teilnahme können sich Schriftsteller*innen, Übersetzer*innen von literarischen Texten sowie Selfpublisher*innen bewerben.
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