Nachruf für unseren Kollegen Hans Kraft

Hans Kraft als Gewerkschafter in Aktion. Hier ging es um die Theaterbetriebszulage.
Foto: ver.di

Er wird fehlen: Unser Kollege Johannes Kraft, seit 25 Jahren als Gewerkschaftssekretär in Bayern vor allem für die Betreuung der Kunstfachgruppen zuständig, ist am 25. November 2018 nach langer, schwerer Krankheit im Alter von nur 58 Jahren gestorben. Er sei „mit großem Sachverstand, Hilfsbereitschaft und permanentem Einsatz“ tätig gewesen, so der ver.di-Landesbezirk Bayern in einem Nachruf.

„Betroffen und berührt über den viel zu frühen Tod“ danken ihm seine ehemaligen Kolleginnen und Kollegen in München für die unermüdliche Arbeit, die er in vielen Jahren „mit großer Verantwortung und steter Freundlichkeit“ getragen habe.

Hans – gelernter Brauer und Mälzer – hatte 1990 an der Uni München sein Diplomstudium Soziologie erfolgreich abgeschlossen. Am 1. Januar 1993 begann er eine Arbeit als Betreuungssekretär bei der damaligen Gewerkschaft ÖTV. Er hat sie nach ver.di-Gründung im Landesfachbereich Medien, Kunst und Industrie fortgesetzt. Die Betreuung der Künstlerfachgruppen war sein Metier, er war mit Einsatzbereitschaft und viel Erfahrung für die Kreativen in ver.di tätig.

„Hans verfügte über einen klaren pragmatischen Sinn und eine politisch eindeutige Haltung, er hat Zeit seines Lebens die Solidarität der Gewerkschaftsbewegung von Herzen gelebt“, betonen seine Kolleginnen und Kollegen von ver.di Bayern. Sie bekunden große Verbundenheit mit Hans’ Frau und seinen beiden Kindern und wollen ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Die Trauerfeier für Hans Kraft hat am 29. November 2018 in München stattgefunden.

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Honorarumfrage unter Soloselbstständigen

Eine branchenübergreifende Honorarumfrage unter Soloselbstständigen soll für mehr Markttransparenz sorgen. „SO_LOS! Die Initiative für faire Honorare“ wurde zum Start am 13. Juli zunächst von 25 Berufsverbänden, Interessenvertretungen und Zusammenschlüssen von und für Soloselbstständige(n) getragen. Weitere sollen dazu kommen. Konzipiert und organisiert hat die Initiative das „Haus der Selbstständigen“ (HDS) mit Sitz in Leipzig. Zentraler Bestandteil ist eine Online-Umfrage, mit deren Hilfe Daten zu aktuell auf dem Markt zu erreichenden Honorarhöhen erhoben werden.
mehr »

Neue Landes-Arbeitsgruppe Kunst und Kultur in Bayern

Innerhalb der laufenden Organisationswahlen in ver.di wurde im Rahmen der Landesdelegierten-Konferenz der Kunstfachgruppen in Bayern am 9. Juli 2022 die Gründung des ordentlichen Gremiums der Landes-Arbeitsgruppe Kunst und Kultur beschossen.  Zugleich wurden die Vorstände der Landes-Fachgruppen KuK-Bayern gewählt. Der Landes-AG gehören Vertreter *innen der Fachgruppen Musik, Bildende und Darstellende Kunst sowie des VS an.
mehr »

KSK: Novelle soll Webfehler im Gesetz künftig heilen

Endlich gute Nachrichten für alle Soloselbstständigen, die neben einer künstlerischen oder publizistischen Arbeit noch weitere selbstständige Tätigkeiten ausüben: Im Rahmen einer umfassenderen Novelle des Vierten Sozialgesetzbuches sind Änderungen des Künstlersozialversicherungsgesetzes vorgesehen. Danach können Selbstständige künftig in der Künstlersozialkasse (KSK) krankenversichert bleiben, solange ihre kreative Tätigkeit überwiegt. ver.di begrüßt das ausdrücklich.
mehr »

Basishonorare: Wann, wenn nicht jetzt?

ver.di legt Diskussionsvorschlag mit Berechnungsmodell für selbstständige Künstler*innen vor: Kairos bezeichnet den günstigen Zeitpunkt für eine Entscheidung. Ihn nicht zu nutzen, kann fatal sein. Was in der griechischen Mythologie sogar als Gottheit personifiziert ist, betrifft nach ver.di-Auffassung gerade eher Profanes, aber ungemein Wichtiges: Die Festlegung von Basishonoraren für selbstständige Kreative. Ein gewerkschaftlicher Diskussionsvorschlag dazu wurde bereits vorgestellt. Nun gibt es die energische Einladung zur Partizipation.
mehr »