München: Weil anderer Leute „Freizeit“ unsere Arbeit ist

Foto: Richard Wilde

Am letzten Adventswochenende beteiligten sich an die 100 Menschen auf dem Münchner Marienplatz an einer Kundgebung der Beschäftigten im Kultursektor. Die Initiative „Freizeit ist unsere Arbeit“ organisierte die Aktion, ver.di beteiligte sich aktiv. Der Landesfachbereichsvorstand von ver.di Bayern hat gerade auch einen Forderungskatalog zur Absicherung von Künstlern und Soloselbstständigen beschlossen, mit dem sie in der Corona-Krise wirksam und nachhaltig unterstützt werden sollen.

„Freizeitarbeiter*innen“ aus Kultur und Gastronomie machten am Nachmittag des 19. Dezember in der Münchner Innenstadt mit Bannern, Flyern und Redebeiträgen auf die katastrophale wirtschaftliche Situation vieler Corona-Gebeutelter im neunten Monat der Pandemie aufmerksam. Zu hören waren Reden der Gewerkschaftssekretärin des Fachbereichs Kunst, Medien und Industrie in ver.di, eines Vertreters des Jungen Ensemble Netzwerks Zukunft Erkämpfen und Ansprachen mehrerer Freischaffendee.

Kundgebung mit Abstand und Masken. Foto: ver.di

Der Grundtenor: Die Superreichen sollen für diese Krise zur Kasse gebeten werden! Wie könne es sein, dass während der Pandemie Eigentümer*innen von Amazon & Co. weiter reich werden und die anderen 90 Prozent um ihre Existenzen bangen. Auch die Corona-Hilfen für Freischaffende und Selbstständige, die immer noch nicht ausreichen, wurden thematisiert. Der Fachbereich Medien und Kunst in ver.di Bayern forderte schnelle, unbürokratische Mindestabschlagszahlungen für alle Selbstständigen und zwar mindestens 1.180,- monatlich.

Der Landesvorstand des ver.di-Fachbereichs Medien, Kunst und Industrie in Bayern hat auf Antrag der Fachgruppe Bildende Kunst am 15. Dezember einen zweiseitigen Forderungskatalog „Alle Selbstständigen absichern!“ beschlossen. Die Forderungen zielen darauf, Freischaffenden und Selbstständigen in der Corona-Krise endlich wirksam zu helfen. Die schon lange versprochenen „unbürokratischen und demokratischen Hilfen“ müssen tatsächlich diesen Namen verdienen und die Betroffenen erreichen.

Seit dem 18. Dezember gibt es in Bayern ein Soloselbstständigenprogramm, das die unzureichenden Bundeshilfen mit Landesmitteln ergänzt.

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