Infektionsschutzgesetz: Politik schafft mehr Klarheit

Mit dem neuen Infektionsschutzgesetz werde mehr Klarheit für die Kultureinrichtungen geschaffen, erklärte Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, vergangene Nacht auf Deutschlandradio Kultur. „Unter 2G läuft kaum mehr etwas“, betonte er. Dass finanzielle Überbrückungen und andere Hilfsmaßnahmen speziell für freischaffende Künstler*innen oder auch Kurzarbeitergeldregelungen verlängert wurden und nicht zum Jahresende auslaufen begrüßte er ausdrücklich.

Zimmermann wertete entsprechende Aussagen im Infektionsschutzgesetz in dem Interview als „nicht schlecht“. Insbesondere begrüßte er die geplante Verlängerung der „Neustarthilfe Plus“ bis zum 31. März 2022 sowie die Fortführung der Sonderregelungen über die Künstlersozialkasse, auch die Grundsicherung sei für von Auftragseinbrüchen Betroffene weiter nutzbar. Die Verlängerung der Kurzarbeiterrgelregelung werde sicher Theatern und Museen besonders helfen.

Das neue Gesetz schließt bei einer Hospitalisierungsrate über 9 auch regionale und lokale Lockdowns nicht aus, von denen Kultureinrichtungen direkt betroffen sein können, die dann erneut schließen müssten. Das sei unter solchen Umständen sinnvoll, da „andere Maßnahmen nicht so durchschlagend wirken“, zeigte Zimmermann Verständnis.

Doch seien die Vorgaben der Politik das eine, die Angst des potenziellen Publikums um ihre eigene Sicherheit und vor Ansteckung sei ein zweiter Faktor, der in der Kulturbranche für geringere Auslastung sorge. Trotz vielerorts ausgewogener Hygienekonzepte und des Einsatzes von Lüftungssystemen müsse man diesem „gesellschaftlichen Gefühl“ Rechnung tragen. Umso wichtiger sei es, dass die staatliche Unterstützung „weiter läuft und nicht zum 31. Dezember endet“, erklärte der Geschäftsführer des Kulturrates.

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