Digitalisierung auf den Bühnen als Herausforderung

Aus der Präsentation www.barandun.de

Informationen aus erster Hand und Ideen beim gemeinsamen Austausch erhielten ver.di-Mitglieder der Fachgruppe Darstellende Kunst und Betriebsräte aus Bühnen, Theater und Veranstaltungstechnik im DGB-Haus Hamburg bei einem eintägigen Bildungsurlaubs-Seminar. Veränderungen durch Digitalisierung – eine Herausforderung für die Beschäftigten.

Als Referenten konnten Hubert Eckart, Geschäftsführer der Theatertechnischen Gesellschaft, Christina Barandun, Beraterin und Coach, sowie Markus Staut, Pfalztheater Kaiserslautern und Mitglied des ver.di-Bundesfachgruppenvorstands, gewonnen werden. Sie informierten die etwa 30 Teilnehmer*innen aus Theatern und der freien Szene über technische, arbeitsorganisatorische und berufsfachliche Entwicklungen im Zuge der Digitalisierung.

Die europäische Ebene spielt dabei eine zunehmend zentrale Rolle. ver.di vertritt die Anliegen der Mitglieder aus Theater und Bühnen bei den europäischen Gewerkschaftszusammenschlüssen FIA (Federation international des Acteurs) und UNI Global Union Media, entertainment & arts. Seit vielen Jahren wirkt ver.di darüber beim Sozialen Dialog mit, der von der Europäischen Kommission für diese Sparte eingerichtet wurde. Neben der europaweiten Unterstützung der Kunst- und Kulturbranche und ihrer Einrichtungen werden dort länderübergreifende Regelungen z.B. zu Steuer, Mobilität und Sozialversicherungen entwickelt.

Belange der Berufsausbildung und Fortbildung in technischen Arbeitsfeldern werden immer wichtiger. Hubert Eckart berichtete über das europäische Aus- und Fortbildungsprojekt ETTE (European Theatre Technicians Education Project). Ziel ist es, berufliche Fertigkeiten und Standards für Bühnentechnik europaweit zu etablieren und frei zugängliche Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten zur beruflichen Qualifizierung anzubieten. Auch die Initiative Creative Skills Europe für den Bereich Live Performance wurde vorgestellt.

Wie berufliche Fortbildung und Teamentwicklung im Zuge von Digitalisierung, veränderten Arbeitsabläufen und Arbeitsorganisation eingefordert und im Interesse der Beschäftigten umgesetzt werden kann, stellte Christina Barandun beispielhaft dar. Die Teilnehmer*innen diskutierten auf dieser Basis Möglichkeiten, im eigenen Umfeld Angebote für Beschäftigte und Mitglieder zu entwickeln.

Die Teilnehmenden waren sich am Ende einig, dass der Bildungstag eine gute, fachbezogene und praxisnahe Ergänzung zu den vielfältigen ver.di-Angeboten zum Thema Digitalisierung der Arbeitswelt darstellte.

Zusätzliche Informationen unter:

UNI Media, entertainment & arts
Projekt ETTE
Projekt Creative Skills Europe

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