Aufschrei in Landshut: Für die Sanierung des Stadttheaters

Hunderte kamen am letzen Novembersonnabend ins Landshuter Stadtzentrum. Screenshot: www.br.de

Kultur ist jeden Cent wert: Das war einer der Slogans auf der Protestkundgebung am 30. November gegen die drohende Schließung des Stadttheaters Landshut an der Martinskirche des niederbayerischen Oberzentrums. Ver.di war stark vertreten: Das Landshuter Stadttheater muss saniert werden, ist die Forderung. Das Geld dafür muss, wie längst zugesagt, jetzt freigegeben werden.

Wo sie Recht haben….
Foto: ver.di

Hunderte  Menschen waren in die in der Altstadt gekommen. „Zelten ist keine Kunst“ – so artikulierte sich die Kritik von Beschäftigten und Zuschauern an den schlechten Bedingungen in der Zeltstadt, der Interimsspielstätte während der nunmehr gefährdeten Sanierung, weil das Geld angeblich fehlt.

Gilt auch in Oberbayern
Foto: ver.di

Aus dem Zwischenstadium dürfe aber kein Dauerzustand werden: „Sichert unsere Arbeitsplätze und die Sitzplätze!“, hieß es. Die Politik muss dafür den Willen und die Mittel aufbringen, findet auch ver.di Bayern. Hintergrund sind zwischenzeitliche Überlegungen der Stadt, die geplante Sanierung der historischen Spielstätte zu stoppen und das im Haushalt vorgesehene Geld anderweitig zu verwenden. Das Ensemble spielt seit Jahren in einem Zelt-Provosorium am Stadtrand. Intendant Stefan Tilch sprach zu den Protestierenden, dankte für den „Aufschrei“ und verlangte, die Notlösung schnellstens zu beenden.

 

 

 

nach oben

weiterlesen

Es geht um Stabilisierung, vor allem aber um Zukunft

Im Oktober 2020 wurde im Rahmen von „Neustart Kultur“ ein 65-Millionen-Programm zur Förderung freischaffender Künstler*innen und freier Gruppen in der bundesdeutschen Theater-, Performance- und Tanzlandschaft bereitgestellt. Der Fonds Darstellende Künste organisiert die Förderung, 50 Millionen Euro sind bereits vergeben worden. Wir baten Geschäftsführer Holger Bergmann um eine Zwischenbilanz.
mehr »

Kreative beim Urheberrecht ohne wirksamen Schutz

Das Bundeskabinett hat am 3. Februar 2020 den Gesetzentwurf für die Umsetzung der EU-Urheberrechtsreform in deutsches Recht gebilligt. Im „weitgehend unter Vermeidung von Öffentlichkeit“ erfolgten Gesetzgebungsverfahren fehle es weiter an wirksamen Schutzmechanismen für die Kreativen, kritisiert ver.di. Die Gewerkschaft sieht den Regierungsentwurf als einen "Kotau vor den Interessen der Zeitungsverleger und Verwerter".
mehr »

Endlich kommen Novemberhilfen, doch eben nicht für jeden

Endlich: Seit 12. Januar, so informiert die Bundesregierung, seien die technischen Voraussetzungen für die reguläre Auszahlung der „außerordentlichen Wirtschaftshilfe“ für den Monat November geschaffen. Die Länder starten mit der Überweisung der seit 25. November beantragten Gelder. Soloselbstständige konnten bis zu 5000 Euro Hilfen direkt beantragen. Doch bislang wurden bestenfalls Abschläge ausgezahlt. Was das für sie bedeutet und warum viele ganz durch Raster fielen, beleuchtet ein Projekt von Selbstständigen bei ver.di Niedersachsen-Bremen.
mehr »

Urheberrecht: ver.di fordert Möglichkeit der Verbandsklage

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert die erweiterte Möglichkeit von Verbandsklagen zur Durchsetzung der Vergütungsansprüche von Urheberinnen, Urhebern, Künstlern und Künstlerinnen. In einem Brief an das Kanzleramt sowie die Ministerien, die eine EU-Richtlinie zum Urheberrecht umsetzen müssen, wird kritisiert, dass der sozialen Funktion des Urheberrechts in den bisher gemachten Vorschlägen nicht ausreichend Rechnung getragen werde, heißt es in einer Pressemitteilung.
mehr »