Auch das Eigentum an Millionen Klicks verpflichtet

Die Aktion von mehr als 50 Schauspieler*innen, mit Kurzvideos #allesdichtmachen auf YouTube die Corona-Politik der Bundesregierung zu kritisieren, hat hohe Wellen in der Öffentlichkeit geschlagen. Auf M Online, dem medienpolitischen Portal von ver.di, äußerte Medienjournalist Günter Herkel seine Meinung dazu unter dem Titel „Kunstfreiheit und Empörungsunkultur“ . Dieser streitbare Kommentar selbst hat teils hitzige Debatten ausgelöst. M Online hat dazu jetzt auch eine kritische Stimme aus der Kulturarbeit veröffentlicht. Sie kann hier nachgelesen werden.

In dem Meinungsbeitrag von Yogy Jokusch heißt es unter anderem:

„Die Video-Aktion der Schauspieler*innen-Elite hat den Diskurs weiter davon entfernt, etwas mehr Lastenausgleich, gesellschaftliche Wahrnehmung, Toleranz und Solidarität zu schaffen. Dabei hätte auch Eigentum in Form von Reichweite verpflichtet. Die Prominenz – bei der sicher keiner rechts ist, keiner AfD, keiner Querdenker – hätte mit ihren fraglos guten Absichten viel erreichen können für uns alle…“

 

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