Wenn die Luft zum Atmen genommen wird

Foto: pixabay/ Montage: kuk

Der Tod des Afroamerikaners George Floyd hat ein Fass zum Überlaufen gebracht. Seit Wochen gibt es in den USA, aber auch weltweit Proteste gegen Rassismus, die jetzt durch einen erneuten Fall tödlicher Polizeiwillkür weiter angefacht werden: Black Lives Matter. Johann Voß regte das tragische Geschehen in Minneapolis zu diesem Gedicht an:

 

Johann Voß

 

die luft zum atmen

                                            für George Floyd   

 

in meiner atemwiege
ein und aus
lebst du schwebst du
ein und aus
bebst du webst du
ein und aus
hebst du meine seele
ein und aus
bis die luft zum atmen
ein und aus
meine kräfte nicht mehr hebt
und mein kind
ein und aus
mit dir weiterlebt

 

George Floyd wurde am 25. Mai 2020 in Minneapolis getötet.
Ein weißer Polizist kniete so lange auf seinem Hals, bis George die Luft zum Atmen fehlte.


Die Redaktion dankt dem Autor für die Veröffentlichungsmöglichkeit.

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