25.01.19: Litprom-Literaturtage in Frankfurt/M.

Die 2019er Ausgabe der Litprom-Literaturtage am 25. und 26. Januar im Literaturhaus Frankfurt am Main steht unter dem Motto „Global Crime“. Die Veranstalter von Litprom Literaturen der Welt e.V. wollen dabei die Variabilität des Krimi-Genres, seinen »globalen Code« und sein kommunikatives Potential in den Blick rücken. Sie versprechen: Die Literaturtage 2019 bringen Autorinnen und Autoren aus aller Welt ins Gespräch über alle dieses Thema und sie bringt sie vor allem in Kontakt mit dem Lesepublikum. Spannende Diversität live!

Kriminalliteratur bewege sich an der Schnittstelle zwischen Realität und Fiktion, entlang jener Kraftfelder, die vom Realen ins Fiktive wirken und zuweilen auch in die Gegenrichtung. Es sei ein „migrierendes Genre“. Die französischen und englischen Klassiker wurden auch in den ehemaligen Kolonien mit Genuss gelesen. Von dort wanderten sie weiter in völlig andere Sprachräume — nach Asien, Afrika und Lateinamerika. Mit den dortigen kulturellen Einflüssen aufgeladen, kommen die Kriminalromane heute wieder nach Europa, die USA oder Australien zurück. Substantiell verändert, aber immer noch »erkennbar«.
Dass Kriminalliteratur abseits vom Regionalkrimi und Miss Marple nicht mehr nur als bloßes Lesefutter daherkomme, sondern unterschiedlichen künstlerischen Agenden verpflichtet ist, lasse sich auch zunehmend auf dem deutschen Buchmarkt beobachten: auch das ein Resultat dieser Migrationsbewegung.

Genauere Informationen zu Programm und Beteiligten hier

 

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Jüdisches Leben: Eine Stadt in Aktion

Ein stadtweites Kunst- und Demokratieprojekt erinnerte am 9. November 2018 an 240 jüdische Einwohner von Eisenach, die die Nazizeit nicht überlebten, in Konzentrations- und Arbeitslagern oder durch Freitod umgekommen sind. Mehr als 900 Menschen beteiligten sich: beim Bau von Gedenksteinen, in einer Menschenkette, an einem abendlichen Gedenkmarsch, an Straßentheater-Szenen, einem Informationsangebot per Smartphone oder mit Sendungen über „Jüdisches Leben in Eisenach“ auf „Wartburgradio“.
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Versteht sich von selbst

Zum internationalen Frauentag am 8. März 2019 hat die Fotografin und Autorin Ylva Salzmann den Medien das nebenstehende Foto zum Abdruck zur Verfügung gestellt. „Das Bild versteht sich – denke ich – von selbst“, schreibt Salzmann dazu. Dennoch liefert sie in einem Beitext „vorsorglich“ einige Erläuterungen zum Verständnis und zum Entstehungsprozess ihres Werkes. Die Erklärung von Ylva Salzmann lautet: "Das Bild versteht sich als Kritik an Bildern in Werbung und Kampagnen, die Frauen in sexualisierten Posen und oftmals mit Phallussymbolen (wie zum Beispiel Flaschen) zwischen den Beinen als Blickfang benutzen. In Kampagnenbildern oftmals ohne jeden Bezug zum beworbenen…
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Sachliche Debatte mit Schwerpunkt Wendezeit

Vom 20. bis 24. März 2019 fand auf dem neuen Messegelände die Leipziger Buchmesse statt – und das Ganze im Gegensatz zu 2018 ohne Schneechaos. Nach dem letzten Jahr, in dem es viel Aufsehen um rechtsextreme Verlage auf der Buchmesse gab, kehrte der Betrieb 2019 wieder zur Tagesordnung zurück. Schwerpunkte lagen für mich auf der Wendezeit und der Auseinandersetzung mit den Themen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz in der Gesellschaft und der Buchbranche.
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Das Buch als Werkzeug und als Kulturgut

Die Welt scheint aus den Fugen. Die vertraute Ordnung wankt, die Attraktivität des Westens schwindet, nationale Fliehkräfte bedrohen Europa. Rechtsextremes Denken wird plötzlich wieder salonfähig. Angesichts drängender Zukunftsaufgaben wie Klimawandel und Migration verharrt die Politik in Stagnation. Zu groß ist die Angst vor dem nächsten Schritt, der ins Ungewisse führt. Alle die Fragen und Nöte, die uns gerade bewegen, fanden Eingang in die Frankfurter Buchmesse, in Büchern, Gesprächsrunden, Aktionen.
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