Termine

Zensiert & verfolgt: Kultur unter Druck

In einigen Ländern Mittel- und Osteuropas sind in den letzten zehn Jahren erstarkende autoritäre Tendenzen zu beobachten, die sich unverhohlen altbekannter Unterdrückungs- und Diskriminierungsmechanismen bedienen. Auch Kultur- und Kunstschaffende werden dabei zu Zielscheiben der Machteliten und sehen sich zunehmend Zensur, Verdrängung und Verfolgung ausgesetzt. Die Tagung »Zensiert & verfolgt: Kultur unter Druck« möchte die Lage der kritischen Kulturschaffenden und Intellektuellen in Mittel- und Osteuropa untersuchen: Wie agieren sie angesichts der sich verändernden politischen Bedingungen? Helfen Erfahrungen aus nonkonformistischen Bewegungen der Sowjetzeit? Welche Strategien und Instrumente stehen Kulturschaffenden in der digitalisierten und globalisierten Welt zur Verfügung, um trotz Zensur, Exil und Verfolgung künstlerisch und politisch wirksam zu sein? Neben Erfahrungen aus Ungarn, Polen, Belarus, Russland, Georgien, der Ukraine und Serbien werden auch jüngste politische und gesellschaftliche Entwicklungen in Deutschland und Österreich diskutiert.
Informationen und Anmeldung

Wann | Wo
6. bis 8 September 2019
Evangelische Akademie Tutzing
82327 Tutzing, Schlossstraße 2+4

Alle weiteren Informationen zur Veranstaltung sind auf der Website des VS zu finden.

Bundesforum Bündnis für freie Darstellende Künste

Das zweite Bundesforum des Bündnises für freie Darstellende Künste findet am 3. September in den Berliner Sophiensälen statt. Es ist eine gemeinsame Initiative des Bundesverbandes Freie Darstellende Künste sowie des Fonds Darstellende Künste. 2017 gab es einen erfolgreichen Auftakt mit 200 Teilnehmer*innen. Nun soll der Austausch fortgesetzt werden. Man will das erreichte bilanzieren und darauf aufbauend aktuelle Strategien diskutieren, die soziale und nachhaltige Rahmenbedingungen für künstlerische Arbeit schaffen und eine dynamische Förderung einer vielseitigen Akteur*innenschaft ermöglichen. Vertreter*innen der Fördereinrichtungen, von Institutionen, Bündnissen und Netzwerken der Szene sowie Akteur*innen der freien darstellenden Künste sind herzlich eingeladen. "In Kommunen, Ländern und Bund gilt es, den zukünftigen Herausforderungen sowie der wachsenden Bedeutung für die Gesellschaft gerecht zu werden. Als Bündnis für die Freien Darstellenden Künste!", heißt es von den Veranstaltern. Termin: 3. September 2019 Ort:  Sophiensæle Berlin, Sophienstraße 18, 10178 Berlin
Informationen und Anmeldung

Die Veranstalter bitten um eine Anmeldung bis zum 19. August 2019 unter bundesforum@darstellende-kuenste.de oder bundesforum@fonds-daku.de. Interessenten erhalten dort auch weitere Informationen zum Programmablauf.

Multikulturell: Lesungen zu Veränderungen im Leben

Seit 2006 finden in Köln Veranstaltungsreihen von AutorInnen mit multikulturellen Wurzeln statt. Der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller NRW veranstaltet 2019 - in Kooperation mit der VHS Köln, dem Kulturamt der Stadt Köln, dem Kulturcafé Lichtung und weiteren Förderern - eine Lesungs- und Diskussionsreihe über die seelischen Zustände, die durch Veränderungen jeglicher Art in unsausgelöst werden. Veränderungen können sich entweder als positiv oder negativ erweisen. Ausgangspunkt der Reihe ist Bertolt Brechts Geschichte von Herrn Keuner: „Ein Mann, der Herrn K. lange nicht gesehen hatte, begrüßte ihn mit den Worten: ‚Sie haben sich gar nicht verändert.‘ ‚Oh!‘ sagte Herr K. und erbleichte.“ Kleine und große Veränderungen und die Reaktionen darauf werden anhand von Lyrik- und Prosatexten dargestellt. Die Autor*innen mit multikulturellen Wurzeln werden über ihre eigenen Veränderungen erzählen und wie sie diese im Nachhinein beurteilen. Nach dem jeweils gelesenen Text übernehmen die Mitwirkenden und das Publikum in einem Rollenspiel die Position eines Psychologen und seines Klienten. Es werden Fragen nach biographischen Hintergründen gestellt, die die betroffenen Autor*innen oder ihre fiktiven Charaktere beantworten. Gelesen wird an verschiedenen Orten im Zeitraum zwischen dem 17. und 26. September in deutscher Sprache. Die Akteure kommen in diesem Jahr aus: Bulgarien, Finnland, Georgien, Iran, Libanon, Serbien, Spanien und der Türkei.
Ansprechpartner/in

Dr. Pilar Baumeister
pios@nexgo.de
Tel. 0221 883470
www.pbaumeister-andreo.de

Tagung Richtige Literatur im Falschen

Die Tagung »Literatur im politischen Kampf. Schriftsteller in Revolution und Reaktion: Richtige Literatur im Falschen« findet zum fünften Mal, aktuell am 19. und 20. September 2019 in München statt. Das Autorennetzwerk »Richtige Literatur im Falschen« hat sich 2015 als loser Diskussionszusammenhang in Berlin gegründet. Im Zentrum der Debatten steht die Frage nach einer politisch-engagierten, realistischen Literatur heute. Eine Besonderheit ist, dass dabei Autorinnen/Autoren und Wissenschaftlerinnen/Wissenschaftler verschiedener Disziplinen aufeinandertreffen, um von ihren jeweils verschiedenen Perspektiven aus die Themen zu betrachten. Beim fünften Symposium der Reihe wird die Bedeutung von Literatur in der direkten politischen Auseinandersetzung beleuchtet - in Vergangenheit wie Gegenwart. Im Zentrum steht die Frage, wie heute Autorinnen und Autoren als politische Akteure in der aktuell sozial angespannten Situation sinnvolle Beiträge mit den ihnen eigenen Mitteln leisten können, um etwa der Bedrohung von rechts und den gesellschaftlichen Prekarisierungstendenzen entgegenzuwirken
Informationen und Anmeldung

Auf der Internetseite des VS kann das genaue Programm angesehen und als pdf heruntergeladen werden, direkt unter: https://vs.verdi.de/themen/vs-landesverbaende/vs-bayern

Ausschreibungen

Literatur-Wettbewerb zum 7. Nordhessischen Autorenpreis

Der Nordhessische Autorenpreis wird 2019 zum siebten Mal verliehen. Und täglich grüßt die Gegenwart ist das Thema des sechsten Durchgangs des Literaturwettbewerbs. Der Nordhessische Autorenpreis wird vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, dem Kulturamt der Stadt Kassel, den Nordhessischen Landkreisen und vielen Förderern der Gegenwartsliteratur unterstützt. Schreiben Sie: fiktiv, emotional, biografisch, politisch, philosophisch, lyrisch, poetisch, prosaisch oder experimentell. Jede/Jeder Autorin/Autor kann sich mit einem unveröffentlichten Text (Prosa, Lyrik (Zyklus), Experimentelles) beteiligen. Teilnehmen können Autorinnen/Autoren jeden Alters, die in Nordhessen leben, einen Bezug zu dieser Region haben oder diesen im Text herstellen.
Informationen

Alle Informationen zur Ausschreibung finden Sie auf der Website des VS.

Kurd-Laßwitz-Stipendium der Stadt Gotha

Die Stadt Gotha schreibt für den Zeitraum vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 das »Kurd-Laßwitz-Stipendium der Residenzstadt Gotha« aus. Gesucht werden dafür Schriftstellerinnen und Schriftsteller deutscher Sprache, die bisher mindestens ein Werk der Kinder- und Jugendliteratur veröffentlicht haben und bereit sind, während der Zeit des Stipendiums ein neues Werk zu schaffen, das von der Stadt Gotha als Buchtitel veröffentlicht werden kann. Die Beiträge im Rahmen des »Kurd-Laßwitz-Stipendiums« sollen sich an Kinder und Jugendliche im Alter bis zu 27 Jahren richten, um sie mit kulturellen, aktuellen und sozialen Themen zu konfrontieren. Die Einbindung regionaler und ortsspezifischer Themen ist sehr erwünscht. Es werden keine bestimmten literarischen Gattungen oder thematische Begrenzungen vorgegeben. Während des Aufenthaltes wird der Stipendiat eigene literarische Gesprächsrunden durchführen, an öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen, wöchentliche Zeitungsbeiträge gestalten, mit Schulklassen und Kindertagesstättengruppen arbeiten, die Projektarbeit in den Kinder- und Jugendtreffs sowie der freien Szene unterstützen und ein eigenständigen literarischen Werk erarbeiten. Der Stipendiat ist angehalten über seinen Arbeitsaufenthalt eine literarische Projektbeschreibung in Form eines Arbeitstagebuches erstellen. Das Stipendium wird für einen Zeitraum von maximal sechs Monaten gewährt. Der sechsmonatige Präsenzzeitraum kann von der Stipentiat*in innerhalb des Jahres frei gewählt werden. Die Residenzstadt Gotha gewährt insgesamt einen Betrag in Höhe von 5.000 Euro, davon monatlich einen Betrag von 500 Euro und nach Fertigstellung seines eigenständigen Buchwerkes, das in der Zeit des Stipendiums erarbeitet worden ist, weitere 2.000 Euro. Die Stipentiat*in erhält während des Aufenthaltes kostenfreien Wohnsitz in der möblierten »Kurd-Laßwitz-Wohnung« sowie die notwendigen Medienausstattungen (PC, Internet-Anschluss). Bewerbungen sind bis 31. August 2019 an die Stadtverwaltung Gotha Haupt- und Personalamt Postfach 10 02 02, 99852 Gotha zu richten. Gebeten wird um die Einsendung einer unveröffentlichten Textprobe (maximal 20 A4 Seiten), eines Lebenslaufes mit Lichtbild sowie einer Bibliographie. Eine Rücksendung von Unterlagen erfolgt nicht. Die Jury-Entscheidung über die Vergabe des »Kurd-Laßwitz-Stipendiums« wird durch den Oberbürgermeister am 25. Oktober 2018 bekannt gegeben.
Kontakt

Kurt-Sigel-Lyrikpreis 2020

Das PEN-Zentrum Deutschland schreibt den Kurt-Sigel-Lyrikpreis 2020 aus. Er wird an eine/einen Lyrikerin/Lyriker für Gedichte von hoher ästhetischer Qualität verliehen und ist mit 4.000 Euro dotiert. Stifter des Preises ist der Frankfurter Schriftsteller Kurt Sigel, der sich als Autor von Romanen, Erzählungen, Gedichtbänden sowie von Büchern in hessischer Mundart, die er teilweise mit eigenen Zeichnungen und Cartoons illustrierte, einen Namen gemacht hat. Kurt Sigel ist seit 1974 Mitglied im deutschen PEN. Hierzu gehört als Voraussetzung, einen eigenständigen Gedichtband in einem Verlag veröffentlicht zu haben, der von den Autoren keine Kostenzuschüsse verlangt. Der Kurt-Sigel-Lyrikpreis wurde 2016 im Rahmen der PEN-Jahrestagung in Bamberg erstmals an den Lyriker Daniel Falb verliehen. 2018 wurde die Dichterin Dorothea Grünzweig ausgezeichnet. Der Preis wird alle zwei Jahre ausgeschrieben.
Informationen

Die Ausschreibungsbedingungen finden sich auf der Homepage des PEN (pdf-Datei, 139 KB).