Chronik über Druck von rechts

Die Neue Rechte hat Kultur als Kampffeld entdeckt, um die Gesellschaft weiter zu polarisieren. Eine Recherche von ARD und Süddeutscher Zeitung zeigt Beispiele und dokumentiert Fälle, wie Theater, Opernhäuser und Museen in den vergangenen Jahren von Rechtsextremen verstärkt unter Druck gesetzt und bedroht werden.

Manchmal seien es anonyme Hassmails oder Mord- und Bombendrohungen. Manchmal Strafanzeigen, Störaktionen, Demonstrationen gegen Kunstprojekte oder Polemiken gegen „hohle Experimente und dümmliche Willkommenspropaganda“ an Theatern, Opern, Museen. Manchmal sind es Anfragen und Anträge der AfD in Parlamenten, Stadträten und Kulturausschüssen.

Was solche Angriffe verbindet, ist die Aversion gegen ein weltoffenes, liberales Kulturleben und der Versuch, Kunstinstitutionen zu diskreditieren. Viele Kultureinrichtungen gingen inzwischen davon aus, dass dieser Konflikt ihre arbeit auch künftig begleiten wird. Die Beispiele kunden auch von Zivilcourage und Gegenwehr.

Zur vom ARD-Kulturmagazin titel, thesen, temperamente und der Süddeutschen Zeitung zusammengestellten Chronik

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Praktische Perspektive gegen Altersarmut

Der Rat der Künste Düsseldorf hatte am 9. Februar 2019 ins Stadttheater zu einer Tagung über die prekäre Lebenssituation von Künstlern eingeladen: „Von der Selbstausbeutung in die Altersarmut – Künstler suchen Perspektiven“ lautet der plakative Titel, der zugleich die Aufforderung enthält, sich nicht im Elend zu verkriechen, sondern gemeinsam mit Künstlerkolleg*innen aktiv für die materielle Anerkennung seiner Leistung zu kämpfen.
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Literatur, Politik und Bildung kompakt

Die diesjährige ver.di-Literaturtagung 2019 „Widerstand ist nichts als Hoffnung“ hat sich vom 31. Mai bis 2. Juni mit fundierten Vorträgen, in zahlreichen Workshops, bei einer Lesung und mit einem Liederabend des Themas Widerständigkeit angenommen - in seinen unterschiedlichsten Facetten. René Char, französischer Schriftsteller und Résistancekämpfer, gab der seit 14 Jahren stattfindenden Tagung, die Literatur und Politik zusammendenkt, diesmal den Titel.
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Kunst und Kultur solidarisch mit Fridays for Future-Bewegung

Die ver.di-Beauftragte für Kunst und Kultur ruft im Namen aller Kunstfachgruppen auf, sich an den Demonstrationen am 20. September 2019 zu beteiligen. “Wir können jetzt, mit einem noch in großen Teilen funktionierenden System im Rücken festhalten, wie wir anders leben wollen“, konstatiert ver.di-Bundesbeauftragte Regine Möbius, „absehbar ist, dass es so künftig nicht weitergehen darf“.
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Kaputtsparen beenden – Allianzen schmieden

Es ging um ein kulturpolitisches Sofortprogramm für die Hauptstadt. Der Fachbereich Medien, Kunst und Industrie des ver.di-Landesbezirkes lud am 2. März 2019 erstmals zu einer Berliner Kulturpolitischen Konferenz. Rund 100 Kunst- und Kulturschaffende, Vertreterinnen und Vertreter von Berufsverbänden sowie Kultursenator Dr. Klaus Lederer und kulturpolitische Sprecher der Regierungsparteien kamen und debattierten unter dem Motto „Freiheit des Wortes und der Kunst“.
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