Chronik über Druck von rechts

Die Neue Rechte hat Kultur als Kampffeld entdeckt, um die Gesellschaft weiter zu polarisieren. Eine Recherche von ARD und Süddeutscher Zeitung zeigt Beispiele und dokumentiert Fälle, wie Theater, Opernhäuser und Museen in den vergangenen Jahren von Rechtsextremen verstärkt unter Druck gesetzt und bedroht werden.

Manchmal seien es anonyme Hassmails oder Mord- und Bombendrohungen. Manchmal Strafanzeigen, Störaktionen, Demonstrationen gegen Kunstprojekte oder Polemiken gegen „hohle Experimente und dümmliche Willkommenspropaganda“ an Theatern, Opern, Museen. Manchmal sind es Anfragen und Anträge der AfD in Parlamenten, Stadträten und Kulturausschüssen.

Was solche Angriffe verbindet, ist die Aversion gegen ein weltoffenes, liberales Kulturleben und der Versuch, Kunstinstitutionen zu diskreditieren. Viele Kultureinrichtungen gingen inzwischen davon aus, dass dieser Konflikt ihre arbeit auch künftig begleiten wird. Die Beispiele kunden auch von Zivilcourage und Gegenwehr.

Zur vom ARD-Kulturmagazin titel, thesen, temperamente und der Süddeutschen Zeitung zusammengestellten Chronik

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Auf Schultournee mit Comics gegen Rechts

Nils Oskamp steht in der Jörg-Ratgeb-Schule in Stuttgart-Neugereut. Er spricht über seinen autobiografischen Comic, der seinen Kampf als 14-Jähriger gegen Nazis schildert. Hinter ihm werden die Bilder auf eine große Leinwand geworfen. Den jeweiligen Rollen gemäß, teilweise mit verstellter Stimme, trägt Oskamp Ausschnitte vor. Über 200 Jugendliche ab der 8. Klasse und von allen Schultypen, die in der Ratgeb-Schule vereint sind, hören den Vortrag.
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Über die Lücke, die uns der Rechner lässt

Ganz in den Fußstapfen der Theorie sozialer Systeme schreibt Soziologe Dirk Baecker seine große Erzählung als „Medienarchäologie“: Er weist der Sprache (1.0), der Schrift (2.0), dem Buchdruck (3.0), und den elektronischen Medien plus Computer (4.0) die archaischen Stämme, die Antike, die Moderne und die „nächste Gesellschaft“ zu.
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Berührend: ver.di-Literaturpreis für Kathrin Schmidt

„Wir sind uns sehr schnell eins geworden.“ So beschreibt Susanne Stumpenhusen, ehemalige ver.di-Landesbezirksleiterin Berlin-Brandenburg, den Jury-Findungsprozess bei der Vergabe des diesjährigen ver.di-Literaturpreises in der Kategorie Lyrik. Gefeiert und ausgezeichnet wurde im ver.di-Haus am 29. März Kathrin Schmidt für ihren Gedichtband „waschplatz der kühlen Dinge“. Für ihre Romane wurde Schmidt bereits geehrt, „Du stirbst nicht“ etwa erhielt 2009 den Deutschen Buchpreis.
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Im Literaturbetrieb: Pilot bei #frauenzählen

Die Studie „Sichtbarkeit von Frauen in Medien und im Literaturbetrieb“ ist das erste Ergebnis des langfristigen Forschungsprojekt #frauenzählen. Der VS gehört zu den Mitinitiatoren. Mit dieser und weiteren Studien möchte das Projekt umfassende Datenreports zur Sichtbarkeit von Autorinnen in der Literaturkritik, bei der Vergabe von Literaturpreisen, in Verlagsprogrammen, in schulischen Lehrmaterialien, in Jurys oder bei der Stipendienvergabe liefern. Die nun vorliegende Pilotstudie ist in Kooperation mit dem Institut für Medienforschung der Universität Rostock entstanden.
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