Menschen sind keine Wellen

Medien tragen durch ihre Berichterstattung dazu bei, Meinungen zu formen und bewusst oder unbewusst gewisse Bilder zu erzeugen, zu verbreiten oder gar zu zementieren. Umso wichtiger ist der sensible Umgang mit Sprache in den Medien.

Was wird den meisten Menschen vom jüngsten G20 Gipfel in Hamburg in Erinnerung bleiben? Es werden vermutlich nicht die Inhalte des Gipfeltreffens sein. Die Bilder, die die Welt nicht vergessen wird, sind die der Krawalle im Schanzenviertel. Nicht der zivilisierte Protest der 10.000 friedlichen Globalisierungskritiker, sondern die kriminellen Aktionen der 1.000 Randalierer des Schwarzen Mobs beherrschten in den Tagen danach die Berichterstattung und vor allem die Bilder, die veröffentlicht wurden. Selbst Medien, die differenziert berichteten, bedienten sich der gleichen Bilder: vermummte Gestalten, brennende Autos, geplünderte Läden. Welche Wirkung diese medialen Bilder vom Juli 2017 langfristig auf die Einstellung der Bevölkerung gegenüber Systemkritikern, Linken und Demonstranten, oder auch gegenüber Polizisten haben werden, bleibt abzuwarten. Wirkungslos werden sie vermutlich nicht bleiben.

Der ganze Artikel jetzt auf M Online.

nach oben

weiterlesen

Über die Lücke, die uns der Rechner lässt

Ganz in den Fußstapfen der Theorie sozialer Systeme schreibt Soziologe Dirk Baecker seine große Erzählung als „Medienarchäologie“: Er weist der Sprache (1.0), der Schrift (2.0), dem Buchdruck (3.0), und den elektronischen Medien plus Computer (4.0) die archaischen Stämme, die Antike, die Moderne und die „nächste Gesellschaft“ zu.
mehr »

Arbeit international: Euro FiA tagte in Hamburg

Vom 11. bis 13. Juni 2019 trafen sich mehr als 70 Vertreter*innen europäischer Künstlergewerkschaften an Theatern und Bühnen sowie im audiovisuellen Bereich in Hamburg zum Kongress der Euro FiA. Unter dem Dach der internationalen Schauspieler-Föderation sind demokratische Theatergewerkschaften u.a. aus der Schweiz, Norwegen und der Türkei solidarisch organisiert. Sie vertreten längst nicht nur die Interessen von Darstellern.
mehr »

Längst noch kein Ende der Bescheidenheit

Mit der Gründung des Verbandes der Schriftsteller (VS) 1969 organisierten sich Einzelgänger*innen, um gemeinsame Interessen durchzusetzen. "Seit 50 Jahren stehen der VS und die Bundessparte der Übersetzer*innen für einen Zusammenschluss der Kreativen - die eben nicht 'allein' sind", heißt es im Glückwunsch von Gewerkschafts-Vize Frank Werneke an den Berufsverband unter dem Dach von ver.di. Der VS feierte vier Tage lang in Aschaffenburg: Mit Festakt und Rückblick, mit Lesungen und Delegiertenkonferenz, aber auch mit zukunftsweisender Debatte: Literatur unter Strom.
mehr »

Monimbo und die Kunst am Bau

Ein Baugerüst als Kunstwerk? Natürlich nicht. Es geht um das noch Verborgene. Denn dass hinter diesen Planen an einer Giebelwand im Berliner Bezirk Lichtenberg nun zum dritten Mal ein Kunstwerk (wieder)entsteht, das – so Experten – zu den „größten und schönsten Wandbildern mit naiver Malerei in der Welt“ zählt, das kommt wirklich einem Kunststück gleich. Mit vielen Beteiligten.
mehr »