Ein Plädoyer gegen die Bescheidenheit

Anja Bossen (l.) will den Staffelstab von Regine Möbius übernehmen. Hier bot ein Knirps Ersatz. Doch die Begeisterung ist echt.
Foto: Christian von Polentz

Regine Möbius, die bislang erste und einzige Kulturbeauftrage von ver.di, hatte ihr Amt seit 2007 inne. Nun will sie – die 75 hat sie unglaublicherweise schon durchschritten – den Auftrag in jüngere Hände geben. Auf dem ver.di-Bundeskongress soll neu gewählt werden. Die Kunstfachgruppen haben sich auf Dr. Anja Bossen als Kandidatin geeinigt. Beide – die Schriftstellerin und die Musikerin und Musikpädagogin – haben sich inzwischen getroffen und Erfahrungen ausgetauscht. Nun mischten auch wir uns ins Gespräch.

Die bisherige und die voraussichtlich neue Kulturbeauftragte wollen ver.di als Kunst- und Kulturgewerkschaft stärken – geradezu furchtlos

Regine, erinnerst Du Dich, wie es eigentlich vor zwölf Jahren zu Deiner Beauftragung kam?

Regine Möbius | Die Idee einer/s Kulturbeauftragten ist schon mit ver.di-Gründung entstanden. Es war uns als Kunstfachgruppen klar, dass wir in einen viel größeren Verbund einsteigen und nicht mehr die Repräsentanz wie in der früheren IG Medien haben werden. Deshalb wollten wir eine Vertretung, die in der Hierarchie etwas weiter oben angesiedelt ist und für viele Ansprechpartner in Sachen Kultur sein konnte.

Wie ist man auf mich gekommen? Das ist unserem damaligen VS-Bundesvorsitzenden Fred Breinersdorfer geschuldet, der meinte, wenn er sich überhaupt jemanden für das Amt vorstellen könnte, dann mich. Aus VS-Sicht war das natürlich etwas eigennützig. Es gab auch damals ein Auswahlverfahren, ich habe mich vorgestellt und meine Vorstellungen erläutert. Wichtig war mir zu verdeutlichen, dass Kulturarbeit und künstlerische Produktion nicht Schmuckelemente der Gewerkschaft ver.di sind, sondern elementarer Bestandteil ihrer öffentlichen Wahrnehmung.

 Und wie wurde Deine Aufgabe definiert?

R.M. | Kaum. Es gab die Erwartung nach besserer Außenwahrnehmung und einer Arbeit hinein in die Gewerkschaft. Aber damit hatte es sich auch schon erledigt. Ich selbst hatte mir Schwerpunkte gesetzt – auch gesellschaftspolitische: Kultur als Pflichtaufgabe, bessere Vernetzung von Kommunen, Ländern und dem Bund bei kulturellen Aufgaben, es ging damals bereits um Urheberrechtsfragen. Es gab schon eine Menge Themen, die ich aus meiner Arbeit als sächsische Landesvorsitzende und als stellvertretende Bundesvorsitzende des VS kannte…

 Du musstest Dich also wesentlich auch selbst beauftragen?

R.M. | Ja, das würde ich sagen. Das hatte natürlich auch einen Reiz. Ich konnte das in den Vordergrund rücken, was ich für dringlich ansah. Dazu gehörte für mich, ein kulturpolitisches Mandat von ver.di zu postulieren, auszuformulieren und möglichst zu erweitern. Darüber hinaus war die Gewerkschaft selbst mit in die Pflicht zu nehmen. Das waren die Dinge, die für mich den Rahmen setzten.

Wir können nicht annähernd alle Aktivitäten der vergangenen zwölf Jahre bilanzieren. Aber vielleicht einige Worte dazu, was Dir als Kulturbeauftragte besonders gut gelungen ist?

R.M. | Ich hatte die Vorstellung, dass es überhaupt nichts nützt, wenn wir in ver.di Künstlerinnen und Künstler und Kulturarbeiter*innen haben – 20.000 an der Zahl – und intern über Kultur reden, doch das öffentlich nicht sichtbar ist. Ich wollte, dass ver.di gesehen wird als Gewerkschaft, in der Künstlerinnen und Künstler eine Stimme haben. Gleich zu Beginn habe ich deshalb begonnen, sämtliche Landtage zu besuchen, habe mich mit den kulturpolitischen Sprecher*innen im Bundestag ausgetauscht und mit Verantwortlichen in Kommunen. Diese „kulturpolitische Werbetour“ hat zwei Jahre gedauert. Sie hat die Grundlagen dafür geschaffen, dass wir als Künstlerinnen und Künstler in ver.di besser wahrgenommen werden. Mir hat sie natürlich einen breiten Überblick verschafft und letztlich dazu geführt, dass ich sehr schnell in unterschiedliche kulturelle und kulturpolitische Gremien gebeten worden bin – von der Bertelsmann-Stiftung bis zum Deutschen Kulturrat. Damit war eine breite Öffentlichkeit nicht nur des Amtes, sondern auch der gewerkschaftlichen Bemühungen um Kunst und Kultur ins Leben gebracht.

Die scheidende ver.di-Kulturbeauftragte, wie man sie kennt: offen, kommunikativ und zupackend.
Foto: Christian von Polentz

Zur positiven Bilanz gehören auch viele Veranstaltungen, die wir organisiert haben – von „Literatur und Politik“ über Tagungen zu Globalisierung und Toleranz, jetzt natürlich verstärkt Aktionen gegen Rechts.

Wir haben in der AG Kunst und Kultur zusammen mit den Musikern, Autoren und Bildenden Künstlern uns  dem Thema Digitalisierung und Kultur gewidmet mit dem Projekt „Ende der Bescheidenheit. Brauchen wir eine neue Reformation?“. Die Reformation von 1517 war untrennbar verknüpft mit einer Medienrevolution. Mit der Digitalisierung erleben wir heute erneut eine Medienrevolution, die nicht allein als technologische Innovation und Erweiterung unserer Möglichkeiten zu verstehen ist, sondern ebenso als Auslöser und Motor grundlegender Umwälzungen in Kultur und Gesellschaft. Aufrufe zur Rettung von Theatern,  Lesungen zur Unterstützung von Bibliotheken – beispielsweise „Arm am Beutel, krank am Buch“, gehören ebenfalls dazu.

Das Amt war und ist nicht mit Weisungsbefugnissen ausgestattet. Es ging – so ein Buchtitel von Dir – fast ausschließlich um Wortmacht oder möglicherweise Machtworte. Kommunikation kann nicht alles…

R.M. | Wenn ich von den Blütenträumen sprechen soll, die nicht gereift sind, dann würde ich sagen: Weder die Kapazität eines Ehrenamtes noch auch ein gedeckeltes Budget haben es mir erlaubt, alle Ideen in die ver.di-Fachbereiche und in andere Institutionen zu tragen, wie ich es mir erwünscht hätte. In einem Solo-Amt sind die Möglichkeiten tatsächlich begrenzt – trotz Wortmacht.

Und innerhalb von ver.di, konntest Du da etwas bewegen?

R.M. | Das würde ich bejahen. Wir Künstlerinnen und Künstler in ver.di werden inzwischen sehr wohl und intensiver wahrgenommen. Wenn Du was in Sachen Kultur willst, musst Du zu der Rothaarigen gehen, habe ich mal gehört. Ich bin in sehr kontinuierlichem Diskurs gewesen, auch mit Frank Werneke als stellvertretenden ver.di-Vorsitzenden. Er hat meine Arbeit interessiert begleitet, wohl auch geschätzt und auf jeden Fall immer unterstützt.

Über die begrenzten Möglichkeiten hast du Deiner designierten Nachfolgerin schon reinen Wein eingeschenkt?

Anja Bossen | Ja, das hat sie.

 Und vielleicht auch einige konkrete Aufgaben hinterlassen?

R.M. | Schön wäre es, wenn sie mit ihrer Arbeit noch weiter in die Gewerkschaft hineinwirken könnte. Wir sollten die Mitglieder durch Kultur selbstbewusster und autonomer, auch urteilskräftiger machen. Das setzt voraus, dass wir sie intensiver einbeziehen.

In unseren Gesprächen habe ich Anja geraten, in sich selbst hineinzuhorchen, wofür sie selbst am meisten brennt und was sie qua Amt unbedingt angehen möchte. Die Aufgaben von außen kommen ohnehin. Doch wenn man mit Feuer darangehen kann, dann kann eine solche neue Aufgabe nicht nur Freude, sondern sogar Spaß machen.

Bei Dir war das so?

R.M. | Ja, war es. Ich bin nicht schreckhaft vor Schwierigkeiten. Ich habe das Amt auch als Chance gesehen, einfach auf vielen freien Feldern agieren zu können. Und das, was Anja als inhaltliche Schwerpunkt für ihre Arbeit formuliert hat, sehe ich da als recht kontinuierliche Fortsetzung. Deshalb freue ich mich auch so über ihre Kandidatur. Es kann vieles weiter wachsen.

Anja, Du hast in den Kunstfachgruppen schon erfolgreich vorgetragen, was Dich treibt, überhaupt um das Amt zu bewerben. Zu Deiner Lebensplanung gehörte die Kandidatur aber zunächst nicht?

Anja Bossen | Nein, ich hatte eigentlich ganz andere Pläne. Doch Ende Januar, auf der Bundesfachgruppenkonferenz Musik, wurde ich beim abendlichen Zusammensein völlig unverhofft angesprochen, ob ich mir eine solche Tätigkeit nicht vorstellen könnte. Beim Nachdenken darüber stellten sich mir Fragen über Fragen. Mit Blick auf meine Erfahrungen im Bundesvorstand der Fachgruppe Musik, auch auf frühere gemeinsame Projekte, und in Gesprächen mit Regine formten sich dann einerseits langsam Vorstellungen. Andererseits freute ich mich zu hören, dass man dieses Amt sehr persönlich ausgestalten und eigene Schwerpunkte setzen kann.

Und, wo würdest Du solche Schwerpunkte ausmachen?

A.B. | Das allerwichtigste wäre ich für mich – in Fortsetzung von Regines Arbeit – ver.di als Kunst- und Kulturgewerkschaft noch viel bekannter zu machen. Wenn es um ver.di geht, sieht man in den Medien Streikende in ver.di-Westen mit Trillerpfeifen und Gewerkschafter bei Tarifverhandlungen. Was man öffentlich nicht sieht, sind künstlerische Aktionen. Das meine ich unter dem Stichwort „Kunst als Waffe“. Sollten wir künstlerische Ausdrucksformen nicht viel mehr einbeziehen in unsere alltägliche gewerkschaftliche Arbeit? Vielleicht in den Betrieben sogar, da, wo man Menschen mit Worten sonst schwer erreicht. Womöglich schafft es die Kunst…

R.M. | Oh, das wird schwierig, sagt meine Erfahrung.

A.B. | Ich glaube, dass wir das auch deshalb machen sollten, weil wir Kunstfachgruppen – die wir sehr auf unsere Eigenständigkeit schauen – durchaus Schnittpunkte mit anderen Fachbereichen, aber auch mit Personengruppen in ver.dihaben. Ich könnte mir sinnvolle Netzwerke vorstellen mit den Frauen oder mit den Migrant*innen, mit der Jugend oder den Mitgliedern aus dem Bildungsbereich. Wir müssen einfach neue Allianzen schmieden.

Anja Bossen, designierte ver.di-Kulturbeauftragte, möche neue Allianzen schmieden.
Foto: Christian von Polentz

Du willst beinahe eingeschlafene gewerkschaftliche Traditionen wiederbeleben?

A.B. | Ja, zum Beispiel aus den 1920er Jahren oder die der 68er mit „Kultur für alle“. Damals war Politik Kunst. Daran sollte man doch anknüpfen können. Ich verstehe das Kulturbeauftragten-Amt nämlich so, dass ich mich nicht nur um die berechtigten Belange von Bildenden Künstlern, Theaterleuten oder Musiklehrerinnen kümmern werde, sondern um die kulturellen Interessen aller Mitglieder.

Es darf also durchaus ein bisschen mehr sein?

A.B. | Die Frage, ob man sich mit dem gedeckelten Budget abfinden muss oder wie das Verhältnis von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Gewerkschaftern in kulturpolitischen Entscheidungen ist, die würde ich schon gern nochmal laut stellen und wünsche mir dazu eine erneute Diskussion. Ich bin niemand, der sich sehr bereitwillig mit Dingen abfindet. Ich kämpfe um das, was mir wichtig ist. Andererseits sehe ich eine starke Positionierung des Amtes innerhalb der Gewerkschaft als Grundvoraussetzung, es überhaupt ausüben zu können.

 Welche Unterstützung wünscht Du Dir?

A.B. | Von den ehrenamtlichen Mitstreitern wünsche ich mir, dass sie ihre Funktionen ernst nehmen. Bei den Journalisten gibt es eine Art Selbstverpflichtung, Wahlfunktionen auch mit großem Einsatz auszufüllen. Ich kenne die Crux, gewerkschaftliches Engagement mit beruflichen Anforderungen unter einen Hut zu bringen, das wird ja auch für mich selber weiter gelten. Und ich finde es gut, dass das Ehrenamt in ver.di einen so hohen Stellenwert einnimmt, doch erwächst daraus eine hohe Verpflichtung für die Einzelnen. Von den Hauptamtlichen wünsche ich mir, dass sie sich als meine wirklichen Mitstreiter verstehen. Nur wenn alle an einem Strang ziehen, wenn das Gesamtgefüge stimmt, können wir etwas erreichen.

Die Aufgaben sind nicht kleiner geworden…

A.B. | Nein, es kommen eher neue hinzu. Wenn man sich überlegt: Kunst und Prekariat gehen leider noch immer allzu sehr zusammen. Obwohl ich jetzt selber über 20 Jahre gewerkschaftlich engagiert bin und es kleine Fortschritte durchaus gegeben hat, bleibt viel zu tun. Anderes kommt hinzu: Die Erhaltung der kulturellen Vielfalt zum Beispiel, Digitalisierung, Urheberrecht, soziale Absicherung von Kunst- und Kulturschaffenden, das sind alles wichtige Themen. Sie voranzubringen, bildet eine ganz schöne Herkulesaufgabe.

R. M. | Das Thema Migration nicht zu vergessen. Da haben wir in den letzten Jahren schon intensiv dran gearbeitet, ich halte es weiterhin für ganz wichtig…

A.B. | In den Kunstfachgruppen sind Migrantinnen nach meinem Eindruck eher unterrepräsentiert. Deshalb denke ich an breitere Vernetzung, um mehr Mitglieder einzubeziehen. Es geht nicht darum, „mal etwas für“ Migrantinnen zu machen, sondern sie sind Teil von ver.di. Auch die AG Kunst und Kultur übrigens. Nochmals genauer nachzufragen, wo und wie sie in dem großen Tanker ver.di verortet ist, das wäre mir auch wichtig.

Die Kulturbeauftragte wird auf dem bevorstehenden ver.di-Kongress gewählt. Du wirst Dich dort vorstellen?

A.B. | Ja, in der gebotenen Kürze. Ich werde daran erinnern, dass Kunst und Kultur im Leben aller Menschen eine wichtige Rolle spielen. Daraus erwächst der Stellenwert, der die Kultur mit allen anderen Lebensbereichen verbindet. Ich will den Delegierten auch erklären, wie ich mein Amt auffasse: Ich stehe ganz klar für eine Stärkung von ver.di als Kunst- und Kulturgewerkschaft. Ja, ich will auch für die Kunstfachgruppen in ihrer Spezifik tätig sein, aber ich bin die Kulturbeauftragte aller Mitglieder.

Und wenn es mal hart kommt, Regine wäre schließlich nicht aus der Welt?

A.B. | Nein, es freut mich sehr, dass sie schon angeboten hat, mir in dieser und jener Frage durchaus noch zur Seite zu stehen.

R.M. | Jederzeit gern. Aber man muss auch loslassen können. Dann ist vielleicht sogar noch das eine oder andere Neue möglich.


Regine Möbius, Jahrgang 1943, schloss zunächst ein Ingenieurstudium in Chemischer Verfahrenstechnik ab und arbeitete als Laborleiterin, bevor sie ein Hochschulfernstudium am Literaturinstitut „Johannes R. Becher“ in Leipzig absolvierte. Von 1990 bis 97 war sie als Korrespondentin am Börsenblatt für den deutschen Buchhandel tätig, leitete literarische Workshops und bis heute eine Schreibwerkstatt. 1993 wurde sie zur Leipziger Bezirksvorsitzenden des Verbandes deutscher Schriftsteller (VS) gewählt. Sie machte sich 1994 um die Gründung des Landesverbandes Sachsen des VS verdient, dem sie bis 2007 vorstand, außerdem war sie von 1997 bis 2019 stellvertretende Bundesvorsitzende des VS. 2011 wählte sie der Deutsche Kulturrat zur Vizepräsidentin, sie übte das Amt bis vor wenigen Monaten aus. Als Festivalleiterin organisierte sie bis 2017 den „Leipziger Literarischen Herbst“. Seit 2014 ist sie Mitglied des Arbeitskreises gesellschaftliche Gruppen bei der Stiftung „Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschenland“, zu dessen Vorsitzender sie 2018 gewählt wurde.
Sie veröffentlichte Essays, Prosa, Publizistik und Lyrik in Anthologien und Zeitschriften sowie eigene Bücher, die sich mit zeitgeschichtlichen Themen und der Persönlichkeit Erich Loest befassen. Das 2009 erschienene Buch „Wortmacht und Machtwort – der politische Loest“ überarbeitet und erweitert sie derzeit.

Dr. Anja Bossen, Jahrgang 1964, ist Instrumentalpädagogin und unterrichtete bis 1997 an verschiedenen Berliner Musikschulen und an der Musikschule in ihrem jetzigen Heimatort Frankfurt/Oder Querflöte. 2009 promovierte sie im Bereich Sprachförderung mit Musik – einem aktuellen bildungspolitischen Thema an der Schnittstelle zwischen Musikpädagogik und Deutschdidaktik. Zu diesem Thema publizierte sie auch und war fortan in der Lehrerfortbildung tätig, sodass sie ihre Musikschultätigkeit zunächst reduzierte und später beendete. Von 2010 bis 2013 leitete sie ein Modellprojekt «Sprachförderung mit Musik und Bewegung» im Auftrag des Berliner Senats. Ab 2012 hatte sie einen Lehrauftrag für Musikpädagogik an der Universität Potsdam, ein Jahr später erhielt sie dort eine halbe Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin. Ende 2017 übernahm sie eine Vetretungsprofessur, die sie noch bis Frühjahr 2020 ausüben wird.
Anja Bossen gehört seit 1997 der Fachgruppe Musik von IG Medien/ ver.di an. Zwölf Jahre gehörte sie dem Landesvorstand Berlin-Brandenburg, ebenso lange dem Bundesfachgruppenvorstand an. Netzwerk- und Leitungserfahrung hat sie darüber hinaus durch ihre Arbeit im Musikschullehrerbund, dem Landesmusikrat Berlin, und dem Bundesverband Musikunterricht Brandenburg.

 

 

 

 

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