Helma Nehrlich

Helma Nehrlich

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Alle Artikel von Helma Nehrlich

Ein komplett anderes Angebot

Sie geht mit ihren Arbeiten gern nach draußen. Ende September – einige Wochen vor der Landtagswahl in Thüringen – präsentierte die Fotografin Iris Wolf ihre Ausstellung „Lost in Work“ auf dem Erfurter Anger. Prekär oder im Niedriglohnsektor Beschäftigte sind die Protagonisten. Eine Installation aus Bild, Ton und Text. Die Passanten waren zum Schauen, Hören und Debattieren eingeladen. „Ein gelungenes Experiment“, sagt die Künstlerin. Ein ähnliches Projekt hatte sie bereits 2018 in einer Dortmunder U-Bahn-Station vorgestellt.
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Wie wir leben wollen – ver.di wählte neue Kulturbeauftragte

Die Delegierten des 5. ver.di-Bundeskongresses haben am Abend des 24. September Dr. Anja Bossen zur neuen Kunst- und Kulturbeauftragten von ver.di gewählt. Die Musikerin und Instrumentalpädagogin war von den Kunstfachgruppen der Gewerkschaft als Kandidatin für das Amt gewählt und dem Kongress vorgeschlagen worden. Dort wurde sie einhellig für die Funktion bestätigt.
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9 Millionen mehr für Berliner Musikschulen

„Keinen Ton für diesen Lohn!“, hieß es am 20. September auf dem Potsdamer Platz in Berlin. ver.di und die Partner im Aktionsbündnis hatten zur Musikschuldemo aufgerufen und trotz früher Stunde kamen viele angestellte Musikschullehrer*innen und Honorarkräfte um klarzumachen: Für die Musikschulen der Hauptstadt müssen reichlich neun Millionen Euro mehr in den Doppelhaushalt 2020/21!
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Atypische Rentenbiografie: Für Mimen Ruhm statt Rente?

Altersarmut trifft auch immer mehr Schauspielerinnen und Schauspieler. Eine Ursache dafür ist längst bekannt: Die Inkompatibilität des mehr als unsteten Berufs mit dem bestehenden Renten- und Sozialsystem. In der Veranstaltungsreihe „Grimme trifft die Branche“ ging es am 29. August in Berlin erneut zur Sache. „Ruhm statt Rente“ wurde mit Fakten belegt und auf zwei Podien debattiert. Fazit: Es braucht einen Systemwechsel.
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Ein Plädoyer gegen die Bescheidenheit

Regine Möbius, die bislang erste und einzige Kulturbeauftrage von ver.di, hatte ihr Amt seit 2007 inne. Nun will sie – die 75 hat sie unglaublicherweise schon durchschritten – den Auftrag in jüngere Hände geben. Auf dem ver.di-Bundeskongress soll neu gewählt werden. Die Kunstfachgruppen haben sich auf Dr. Anja Bossen als Kandidatin geeinigt. Beide – die Schriftstellerin und die Musikerin und Musikpädagogin – haben sich inzwischen getroffen und Erfahrungen ausgetauscht. Nun mischten auch wir uns ins Gespräch.
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Bei jeder Witterung schön ausgeführt

Ein sommerlicher Blick zurück, vermutlich in das Jahr 1913. Ein Anlass für das Foto ist nicht ersichtlich, doch tragen die Personen im Sonntagsstaat mit bemühtem Stillstehen dem nicht einfachen Aufnahmeprocedere Rechnung. Fotografiert zu werden war faszinierend und ein nicht alltägliches Vergnügen. Der Fotograf ist bekannt: Joseph Quirin, ein Pionier des noch jungen Mediums, hatte Anfang der 1880er Jahre in seinem Heimatort Kyllburg in der Eifel ein „photografisches Atelier für Landschaften und Porträt“ eröffnet. Ausweislich eines Inserats wurden Photographien von ihm „bei jeder Witterung aufgenommen und schön ausgeführt“.
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Monimbo und die Kunst am Bau

Ein Baugerüst als Kunstwerk? Natürlich nicht. Es geht um das noch Verborgene. Denn dass hinter diesen Planen an einer Giebelwand im Berliner Bezirk Lichtenberg nun zum dritten Mal ein Kunstwerk (wieder)entsteht, das – so Experten – zu den „größten und schönsten Wandbildern mit naiver Malerei in der Welt“ zählt, das kommt wirklich einem Kunststück gleich. Mit vielen Beteiligten.
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An der Streikidee scheiden sich noch immer die Geister

„Können Schriftsteller*innen streiken?“ war die Frage. Vor 50 Jahren erstmals erwogen, fällt die Antwort scheinbar noch immer so negativ wie unbefriedigend aus. Auch um die aktuelle Arbeits- und Lebenssituation sollte es in einer Veranstaltung gehen, die der VS Berlin am Vorabend des 50. Verbands-Jubiläums in Kooperation mit dem Literaturforum im Brecht-Haus organisierte. Gute Idee, fanden etliche Interessierte, denen ihre Teilnahme am Pfingstfreitagabend sogar ein Eintrittsgeld wert war.
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Rückenwind nicht nur für die Berliner

„Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum“, schrieb Friedrich Nietzsche schon 1889. „Ohne Musik wäre die Gesellschaft längst kollabiert“ lautete ein bejubelter Satz des Jenaer Soziologen Hartmut Rosa auf dem Kongress des Verbandes der Musikschulen vom 17. bis 19. Mai in der Kongresshalle am Alexanderplatz. Das Programm bot neben Arbeitsgemeinschaften zu unterschiedlichsten Bereichen zwei interessante Plenumsvorträge und diverse Themenforen. Umrahmt wurde es von den zwölf Berliner Musikschulen. Deren Situation war Thema einer Podiumsdebatte.
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Alles, nur keine Definitionen

„All over heimat“. Alles über Heimat? Die Heimat ist überall? Alle (reden) über Heimat? Dass der Titel – obwohl prägnant – einigermaßen vieldeutig ist, gehört sicher zum Programm. Unterschiedliche Sichten auf das wieder gern benannte Phänomen Heimat waren gesucht und sehr verschiedene Interpretationen wurden gefunden. Eine „wohl weltweit einmalige Sammlung“ liegt jetzt auf 448 Seiten vor. Lyrik und Prosa von 150 Autor*innen aus mehr als 20 Ländern, herausgegeben bei Stories & Friends von Matthias Engels, Thomas Kade und Thorsten Trelenberg.
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